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einer beinahe unerklärlichen Feindſchaft ging, ſo klagte dagegen Schecta ſich ſelbſt einer erbärmlichen Schwäche gegenüber dieſem Freunde an, einer ehr⸗ loſen Hinterliſt, einer verächtlichen Betrügerei, und trieb ſeine Selbſtvorwürfe darüber bis zum Haß gegen ſich ſelbſt, jedoch nicht gegen Andere. Wenn Chren⸗ preutz ſeine Furcht mit der freundlichen und gut⸗ müthigen Maske äußerer Ruhe verhüllte, ſo verzerr⸗ ten ſich dagegen Schecta's Geſichtszüge in Folge ſei⸗ ner nie raſtenden, aber auch niemals ausgeſproche⸗ nen inneren Unruhe und Leidenſchaft, und hätte man nicht allgemein angenommen, daß ſein Verſtand ko⸗ metartig irrend aus ſeiner Bahn geſchweift ſei, ſo hätte man vielleicht ohne Mühe die Kämpfe geſehen, die in ſeinem Innern ſtattfanden und ſich blos in ſeinem ſonderbaren und veränderlichen Mienenſpiel leidenſchaftlich, wenn auch dunkel und unklar, ab⸗ ſpiegelten. Durch alle Zeiten hindurch zieht ſich ein gewiſſes Heidenthum. Ein ſolches Heidenthum iſt unter Anderem auch der Einfluß, welchen die öffent⸗ liche Meinung auf uns ausübt. Die Meiſten be⸗ ſitzen nicht innere Hoheit genug, um ſich mit dem Zeugniß ihres Gewiſſens zu begnügen; ſie verlangen auch noch die Beiſtimmung des großen Publikums, wie wenn dieſes beſſer als wir ſelbſt die Gründe und Zwecke unſrer Handlungsweiſe zu erforſchen und zu beurtheilen vermöchten. Wie oft iſt man nicht vor ſich ſelbſt falſch, um ſich vor der Welt in einem vor⸗ theilhaften Lichte zu zeigen! Es iſt noch heute der tauſendjährige Baalstanz der ganzen Menſchheit. Aber wenn auch der ſchmiegſamere Ehrenpreutz mehr als Schecta durch eine faule Unterwürfigkeit gegen


