Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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„Es iſt Zeit,“ bemerkte Brahe endlich;„zur Kö⸗ nigin, meine Herren.“

„Verzeihen Sie noch einen Augenblick,“ bat Hard;„ich erwarte Jemand, den ich bereits bei der Königin angemeldet habe, und den ſie mit Vergnü⸗ gen empfangen wird. Es fehlen noch ein paar Mi⸗ nuten bis zur feſtgeſetzten Stunde. Aber ſeht, da iſt er bereits.“

Ein junger Mann von blaſſem, aber edlem Ge⸗ ſicht kam ſchnell heran.

Mit einer gewiſſen militäriſchen Rückhaltung, aber doch mit großer Ehrerbietung, grüßte er Brahe und Horn.

Hard und Wrangel dagegen ſchloſſen ihn, einer um den anderen, in ihre Arme.

„Wie wohl es doch thut, wieder im Vaterland zu ſein!“ ſagte er,„hier ſchlagen uns die Herzen entgegen.“

„Wann biſt Du angekommen?“ fragte Hard.

„Vor einer Stunde. Ich habe Ihnen blos einen Boten ſchicken können, mit der Bitte, mich bei der

Königin anzumelden.“

„Ich war auch damit beſchäftigt, wollen es jedoch bis zu unſerem Zuſammentreffen hier ausſetzen. Laſ⸗ ſen Sie uns jetzt gehen, meine Herrn. Wir können überzeugt ſein, daß die Königin uns gut empfangen wird, da wir ihr jedenfalls eine angenehme Neuig⸗ keit, nämlich unſern jungen Freund hier, mitbringen.“

Aber während Brahe und Hard nebſt den Uebri⸗ gen die Treppe hinabſteigen, könnten wir auf die hervorragendſten politiſchen Geſtalten der Zeit einen Ridderſtad, Luiſe ulriken's Hof. IV- 4