Teil eines Werkes 
15. bis 19. Bändchen (1856)
Entstehung
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Larsſon, ſagte Wrangel,das war eine un⸗ glückſelige Heftigkeit, daß Sie ſich verleiten ließen, an Hakansſon und den Secretär Hand anzulegen. Sie müſſen geſtehen, daß ich Sie niemals zu einem ſolchen Schritt aufgemuntert habe. Glücklicher Weiſe flüchteten Sie ſich ſogleich zu mir, und ſo Gott will, werde ich Sie aus der Gefahr, die Ihnen jetzt droht, zu befreien wiſſen. Sie ſehen indeſſen ein, daß auch ich vorſichtig ſein muß. Aber, lieber Freund, Sie kennen vielleicht die ganze Feindſeligkeit noch nicht, welche die Gegenpartei bereits zu entwickeln ange⸗ fangen hat.

Man hat mir geſagt, daß bereits eine Com⸗ miſſion beſtellt ſei.

Das iſt wahr; allein dieß iſt ein bloßer Anfang und weiter Nichts. So wie die Parteien bei uns ſtehen, Larsſon, haben Sie blos das Signal zu einem Kampf auf Tod und Leben zwiſchen ihnen gegeben. Vielleicht wäre es das Beſte für uns, bei Zeiten nachzugeben, aber dagegen erhebt ſich auch wieder allerlei. Wagt man keinen Verſuch, den gegenwär⸗ tigen Druck zu brechen, ſo wird er auch nirgends aufhören. An den Staatsmann knüpft ſich immer ein großes Schickſal, das der Zukunft des Landes. Die Ueberzeugung iſt eine Macht, die alle ſeine Handlungen beherrſcht; das Leben iſt für einen öffentlichen Charakter kein Genuß ohne ein großes Ziel, wohin der Weg unter beſtändig fortgeſetztem Kampfe führt. Wir ſind auch noch nicht geſchlagen. Ein Vortheil für uns liegt ſogar jetzt in dem Um⸗ ſtand, daß die Gegenpartei ſich für ſtark genug zu halten ſcheint, um uns auf einmal in allen Poſitionen