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Er verſteht ſeinen Macchiavell. Er zeichnet ſeine Zukunftspläne nicht auf der Grundlage eines Ge⸗ fühls, ſondern auf dem wohl gerichteten Meßtiſch der Ueberlegung und des Verſtandes. Keine Ehre hat Grund und Boden, wenn ſie nicht ihr Motiv im Staate hat. Für jeden emporſtrebenden Mann iſt es ein Glück, wenn ſein Zeitalter an einer großen Idee rüttelt: gleichviel, ob ſie gut oder ſchlecht iſt. Es gibt nichts Böſes, was nicht etwas Gutes her⸗ vorzurufen vermöchte. Hätten die Juden nicht in der ägyptiſchen Knechtſchaft geſchmachtet, ſo hätte Moſes nie aufſtehen können. Wären die Perſer nicht von den Medern unterdrückt und die Meder nicht verweichlicht geweſen, ſo hätte es keinen Cyrus gegeben. Ein großer Mann iſt blos der Gegenſatz einer ſchlechten Seite in einem Land, das heißt, er iſt die Stimme, das Wort, das Schwert einer neuen und beſſeren. Ich gebe zu, daß unſere Staatsein⸗ richtung ſo wohl zuſammengefügt und geordnet iſt, daß man beinahe vergebens nach einzelnen hervor⸗ ragenden Größen ſucht, obſchon beſonders die Intri⸗ guen des Hofes ein reiches Material darbieten. In Folge dieſes ſieht auch der Mann, von dem ich ſpreche, einer großen Zukunft entgegen. Mit um⸗ faſſendem und ſcharfem Blick ſtudirt er die Scandal⸗ chronik der Zeit und hat durch die Art, wie er ſie commentirt, bereits die größte Aufmerkſamkeit auf ſich gezogen. Er iſt ein Buch, voll von Räthſeln und Geheimniſſen. Ich ſage deßhalb, daß Du ihn ſtudiren mußt; ich ſage nicht, daß Du Dich ihm hin⸗ geben ſollſt. Ich hege die feſte Ueberzeugung, daß
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