Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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„daß hier Etwas um den Weg iſt, was man nicht aus dem Auge laſſen darf. Kaum erſt Ehrenpreutz und jetzt dieſer. Wiſſen Sie, was wir thun müſſen?“

„Nein.“

„Ihnen dicht auf den Ferſen folgen und ſehen, wohin ſie gehen. Sie, meine Herrn, nehmen Ehren⸗ preutz auf ſich, und Du, Hermelin, folgſt unſerem Reiſenden aus Schonen... ſo, meine Herrn, kein Geſchwatze... jeder auf ſeinen Poſten... ich bleibe als Schildwache hier zurück.“

Alle fanden Wallenſtjerna's Vorſchlag ganz in der Ordnung und eilten in's Schloß zurück.

Wallenſtjerna war allein. In ſeinem Kopf wälz⸗ ten ſich allerlei Pläne und Vermuthungen. War's möglich, daß die unbekannte Dame, zu deren Rit⸗ tern Hermelin und er ſelbſt ſich gemacht hatten, mit Ehrenpreutz und dieſem ſonderbaren Mann da, der aus Schonen gekommen ſein wollte, im Komplott ſtand? Es wäre ziemlich kühn geweſen, ihn bei einer Intrigue gegen die königliche Familie zu ge⸗ brauchen, als deren Dienſtmann er ſich ſelbſt ver⸗ möge ſeiner Leibtrabantenuniform betrachtete. Zum dritten Mal gab er ſich alſo das Wort darauf, ſie, wenn ſie wiederkäme, nicht mehr loszulaſſen, bevor er ſie entlarvt hätte. Nachdem er dieſen Entſchluß gefaßt, freute er ſich, daß er allein war, weil er wohl wußte, daß der bedächtlichere und vorſichtigere Hermelin ihn nur hindern würde, wenn es ſich ein⸗

mal um eine entſchloſſene That handelte.

Er brauchte auch nicht lange zu warten, ſo ſtellte ſich die ſchöne Unbekannte bereits ein.