Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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Dame iſt,“ ſagte Hermelin bedächtlich.„Haſt Du geſehen, wie ſchlau ſie war?“

„Schlau... zum Henker, ſchlau können auch die Kammerjungfern ſein; davon habe ich viele Beiſpiele.“

Am dritten Abend ging es wieder ſo. Unſere Freunde ſtanden getreulich auf ihrem Platz. Die Unbekannte kam vom Schloß herab, blieb einen Au⸗ genblick ſtehen und ſchaute ſich um; hierauf begab ſie ſich nach dem Gitterthor, wo ein Mann zu ihr kam, mit dem ſie einige Worte wechſelte, und dann kehrte ſie wieder um.

Jetzt hatte Wallenſtjerna ſich ſelbſt das Wort darauf gegeben, daß ſie ihm nicht entwiſchen ſolle, ohne zuvor eine genügendere Erklärung abgegeben zu haben; aber als er auf ſie zutrat, blieb ſie von ſelbſt ſtehen.

„Es iſt gut, daß ich Sie treffe,“ ſagte ſie. Sie haben mir doch die Erlaubniß gegeben, über Sie zu gebieten?“

„Haben Sie die Güte.“

„Dann befehle ich Ihnen, daß Sie einer Volks⸗ demonſtration, welche gewiſſe Perſonen, glaube ich, auf morgen bei Eröffnung des Reichstags zu Gunſten der Reichsräthe beabſichtigen, zuvorzukommen und es ſtatt deſſen ſo einzurichten ſuchen, daß eine Huldi⸗ gung gegen die königliche Familie daraus wird. Ver⸗ ſprechen Sie mir das?“

„Mit dem größten Vergnügen.“

„Leben Sie wohl, meine Herren, wir ſehen einan⸗ der wieder.“

Wallenſtjerna und Hermelin ſuchten ihr den Weg