Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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Beziehung überſehenen, wo nicht verachteten Platz zu geheimeren Zuſammenkünften und Verhandlungen geeignet fand.

Im Augenblick, wo wir den Luchshof betreten, iſt der Abend ſchon weit vorgeſchritten. Der auf drei Seiten von hohen Schloßmauern umgebene Platz iſt vollkommen dunkel.

Ein wenig innerhalb des Gatterthors, das zu dem großen Treppenaufgang von der Schiffbrücke her führt, hören wir einige halblaut flüſternde Stimmen.

„Ei der Tauſend, ich glaube, heute Abend bleibt unſere ſchöne Unbekannte aus... wir haben gewiß ſchon eine ganze Viertelſtunde gewartet... Was meinſt Du, Hermelin?“

„Keinen Namen, Bruder, keinen Namen. Dies iſt eine der erſten Vorſichtsmaßregeln bei allen Aben⸗ teuern dieſer Art. Was ich meine? fragſt Du, ich meine, daß nicht ſie zu ſpät kommt, ſondern daß wir zu früh gekommen ſind.“

„Beim Teufel, Du kannſt Recht haben; aber dies iſt auch ein ſo eigenthümliches Abenteuer, daß ich für meinen Theil meine Neugierde nicht zurückzuhal⸗ ten vermag. Wie viele Abende ſind es jetzt, daß wir ſie hier getroffen haben? Laß ſehen.“

„Mit dem heutigen ſind es vier, Wallenſtjerna.“

Keinen Namen, haſt Du ja ſo eben geſagt. Fall' nicht aus Deiner Rolle, Vorſichtsmenſch, Du ſagteſt

vier Abende.“

Die Sache war folgende: Unſere zwei Geſellen, Wallenſtjerna und Herme⸗ lin, hatten eines Abends, als im Schloß Alles ganz

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