Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7fort,ich bin ſchon manches Jahr und auf manchem

Reichstag dabei geweſen, und ich fange an müde zu werden. Seit unſere gegenwärtige Verfaſſung in's Werk getreten iſt, hat das Vaterland beſtändig auf beſſere Zeiten gehofft; aber ſie ſcheinen nicht kommen zu wollen, ſondern vielmehr in weitere Ferne zu rücken.

Der König ſah verblüfft um ſich. Lars Larsſon machte die Sache noch ſchlimmer.

Mit welchem Uebermuth man auch auf das Elend des Bauernvolkes herabſehen mag, ſo dringt es doch immer unwiderſtehlich zum Herzen, wenn man einen ſeiner eigenen Söhne ſchlicht und unverblümt ſeine Klage zum Thron erheben hört.

Auch der König wurde von einem ſolchen Gefühl ergriffen.

6Hören Sie, meine Herrn, rief er,hören ie?

Die Königin konnte ihre Befriedigung noch we⸗ niger verhehlen, als ihr Gemahl.

Die Ariſtokratie betrachtete damals und ſie mußte auch wohl alle Klagen des Landes als Angriffe gegen ſich ſelbſt.

Es iſt eine ſchreckliche Epoche, fuhr Vater Lars, aufgemuntert durch den Beifall des Königs, fort,es iſt eine ſchreckliche Epoche, die Schweden in den letzten dreißig bis fünfunddreißig Jahren durchgemacht hat. Ich kann wohl ſagen, Ew. Ma⸗ jeſtät, daß ich im Leichenzug mitgegangen bin. Ich habe wenigſtens eine Blutſcene nach der andern aus der nächſten Nähe geſehen.

Ridderſtad, Luiſe ulrikens Hof. III. 2