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rechneter Unbeholfenheit. Aber kaum ſchien bei Röhr der Gedanke, daß er der Herr auf dem Platze ſei, recht feſten Fuß gefaßt zu haben, als Puke ſeine Taktik veränderte und zur Offenſive überzugehen an⸗ fing. Mit einer beinahe unbemerkbaren Handbewe⸗ gung umkreiste er in verwirrender Schnelligkeit die Klinge ſeines Gegners und machte dann einen Aus⸗ fall, bei welchem er ihn durchbohrt haben würde, wenn er dieſe Abſicht gehabt hätte; aber er hielt mitten in demſelben mit der Klinge inne und gab ihm ſomit Gelegenheit, ſich zurückzuziehen. Dadurch kamen ſie in einige Entfernung von einander, und Puke ſenkte ſeinen Degen.
„Wollen Sie aufhören, Herr von Röhr?“ fragte er,„oder wünſchen Sie fortzufahren? Wenn Sie aufhören, ſo betrachte ich dies als ein Geſtändniß, daß Ihr Benehmen gegen mich unrecht war.“
Das Blut ſtrömte Röhr in die Wangen. Er ärgerte ſich weniger darüber, daß er ſich durch Puke's anfängliche Art zu fechten hatte täuſchen laſſen, als auch darüber, daß er ihm ſein Leben zu verdanken haben ſollte, das durch den wohlberech⸗ neten Ausfall ſeines Gegners gänzlich blosgeſtellt war.
„Fahren Sie fort, mein Herr,“ antwortete er, „fahren Sie fort.“
Puke bemerkte, daß die Bruſt ſeines Gegners ſich jetzt unruhig hob, daß ſein Athem kurz, ſein Lächeln verſchwunden war und der eine und andere Schweißtropfen von ſeiner Stirne fiel.
Das war der Punkt, auf welchen er ihn auch zu treiben gewünſcht hatte.
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