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mußte durch das Loos entſchieden werden, wobei Röhr der Glückliche war.
„Die Sonne neigt ſich ſchon zum Untergang,“ erinnerte Creutz;„laßt uns ſogleich an's Werk gehen.“
Die Sekundanten maßen die Degen, und Röhr und Puke nahmen ihre Plätze ein. Sie grüßten einander und legten ſich in Parade aus.
Ein kaltes Lächeln ſpielte auf Röhrs Lippen. Nach ſeiner zuverſichtlichen und ſichern Haltung ſchien es, daß er ſich auf ſeine Kunſtfertigkeit verließ. Die Degenſpitzen einander gegen die Augen haltend, dieſe Spitzen, die ſelbſt, wie blinkende Aeugelein, in die Seele des Gegners blicken zu wollen ſchienen, gin⸗ gen ſie auf einander zu. Wenn man ihre Bewe⸗ gungen, ihre Haltung, ihre geſpannte Aufmerkſamkeit betrachtete, ſo ſchienen die blanken Waffen blos Strahlen zu ſein, die aus ihren Händen heraus⸗ wuchſen. Kein Wort wurde zwiſchen ihnen gewech⸗ ſelt. Röhr ſchien vollkommen kalt zu ſein, aber Puke bemerkte, daß ein Zittern durch die Glieder ſeines Gegners fuhr im Augenblick, wo die Klingen ſich kreuzten und berührten, und er ſchloß daraus, daß dieſe Kälte weniger natürlich, als vielmehr künſtlich angenommen ſein dürfte. Inzwiſchen war Puke auf ſeiner Hut. Hinter Röhrs äußerer Ruhe war leicht eine wirkliche Feindſeligkeit zu bemerken, und Puke ahnte, daß die kalte Maske bald fallen und das feindliche Element neue Streitmittel entwickeln dürfte. Er fühlte ſich zwar ſeinem Mann vollkommen ge⸗ wachſen, aber es handelte ſich hier darum, ihn zu zermalmen und zu demüthigen, nicht ihn zu tödten.
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