Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1856)
Entstehung
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ander kreuzten, erhob Puke ſeine Degenſpitzen wieder in die Höhe.

Sie müſſen mir Etwas verſprechen, meine Herren.

Gerne.

Ich will Creutz und Röhr in ihren billigen An⸗ ſprüchen auf Genugthuung nicht verkürzen.

Weiter.

Sollte ich von Ihren Händen fallen, ſo müſſen Sie dieſen Herren gegenüber an meine Stelle treten.

Vortrefflich! Es gilt!

En garde! rief Puke.Jetzt gehören drei Minuten Ihnen. Zähle, Jonas, zähle laut.

Die Klingen kreuzten ſich wieder.

Wallenſtjerna und Hermelin waren mit ihren Waffen wohl befreundet und vertraut; ſie führten dieſelben mit ſicherem Blick und feſter Hand.

Die Bekümmerniſſe, worein Puke ſo unmittelbar nach ſeiner Rückkehr in's Vaterland verſetzt worden war, und die ihn jetzt ſo unerwartet ſchnell wieder hinausjagten, hatten Gewitterſtoff in ſeiner Seele angehäuft. Ein Ausbruch war eine Naturnothwen⸗ digkeit. Die zwei blanken Degenklingen waren daher jetzt nichts Anderes als Blitze, in denen ſeine Seele ſich entlud.

Aber es war keine geringe Aufgabe, mit Zweien

zugleich zu kämpfen. In einer Fechtſchule iſt das Problem ſehr gewöhnlich, da halten die Gegner die⸗ ſelben Bewegungen ein; hier aber folgte jeder ſeiner eigenen Eingebung. Puke war indeß Meiſter in ſeiner Waffe. Er ſah die Gefahr ein und berechnete ſeine Stellung. Um zu imponiren, um ſie zur Gleich⸗