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treuherzige Weſen des originellen Alten nicht ganz blenden ließ, bedünken, als ob ſein ſo plötzlicher Ent⸗ ſchluß, ſich zu entfernen, Etwas enthielte, was mit ſeinem früher ausgeſprochenen Verlangen, in den Clubb eingeführt zu werden, nicht ganz zuſammen⸗ paßte. Ueberdies hatte er auch bei Höppener in dem Augenblick, wo er die Anweſenheit des Unbe⸗ kannten gewahr wurde, einen ganz eigenthümlichen Ausdruck bemerkt. Er begann hieraus allerlei Schlüſſe von nicht vollkommen befriedigender Art zu ziehen.
„Höppener ſpricht wie ein ganzer Kerl,“ bemerkte Hermelin in der Abſicht, dem Alten immer näher auf den Leib zu rücken.
„Ein vortrefflicher Redner,“ antwortete dieſer lächelnd,„ein ausgezeichneter Redner, obſchon er einen großen Fehler hat, einen ſehr großen Fehler, aber dieſer klebt allen ausgezeichneten Rednern an; der Gerichtsbauer in meiner Gemeinde hat denſelben Fehler. 9
„Wirklich?... alle großen Redner... der Gerichtsbauer mit inbegriffen? Darf ich mir die Frage erlauben, in was dieſer Fehler beſtehen ſoll?“
„Dieſe Herren ſchneiden in's Gewächs... Sie verſtehen mich doch, meine Herren, in's Gewächs... d. h. ſobald ſie von den Häuten Anderer ſchneiden.“
Der Alte ſchloß damit, daß er einen Gaſſenhauer trillerte. Bei dieſer Gelegenheit hatte er ſich all⸗ mälig die Treppen hinabgezogen und ſtand jetzt am Ausgang, der auf die Straße führte.
„Sie wollen ſich entfernen?“ begann Wallen⸗ ſtjerna;„kommen Sie lieber mit uns in die Düne herein und trinken Sie ein Glas mit uns. Sie


