Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1856)
Entstehung
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20⁵5

Eine Revolution!

Still, meine Herrn, ſtill... ſprechen Sie jedenfalls nicht ſo laut. Trinken Sie doch... ich habe die Chre... da iſt noch mehr Champagner... darf ich einſchenken?

Jede Zeit birgt einen gewiſſen Gedanken, eine gegebene große Anſicht, eine Meinung in ihrem Schooße, und jeder Einzelne trägt, wenn er ſich deſſen auch nicht klar bewußt wird, nach Maßgabe ſeiner Mittel das Seinige dazu bei. Aber wenn dieſe Anſicht einmal zu einer verarbeiteten Meinung wird und die Maſſen gleichſam elektriſirt, ſo braucht nur noch das betreffende Wort ausgeſprochen zu wer⸗ den, und Jedermann wird von der Wahrheit getrof⸗ fen, wie von einem Blitz, der aus der öffentlichen

Meinung heraus zündet.

Hermelin und Wallenſtjerna leerten ihre Gläſer, konnten ſich aber nicht recht von ihrer Ueberraſchung erholen. Sie betrachteten bald einander, bald wie⸗ der den Alten, der eine Saite angeſchlagen hatte, von welcher ſie erſt jetzt bemerkten, daß ſie in ihnen ſelbſt vollkommen gut geſtimmt war.

Nun ja, bemerkte Wallenſtjerna endlich,wenn ſo Etwas um den Weg ſein ſollte, ſo iſt ein Tra⸗ bant allzeit bereit... für oder wider, wie es ſich un gerade trifft...

SHermelin trat ſeinem Kameraden warnend auf den FJuß.

Aber Wallenſtjerna war nicht derjenige, der eigen konnte, wenn er einmal auf einen Gegen⸗ gerathen war, der in ſeine eigene Gedanken apaßte.