Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1856)
Entstehung
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in den Formen, welch' eine weibliche und doch wahr⸗ haft majeſtätiſche Anmuth!

Wer ſie iſt, fragſt du? Es kann keine andere ſein als Luiſe Ulrike.

Mit offenem und edlem Stolz, mit warmem Ge⸗ fühl für ihre Ehre, mit einer Seele, die Alles, nur die Ruhe nicht, verſtehen wollte, ſchien ſie die Zu⸗ kunft in's Auge zu faſſen.

Ein Page trat ein.

Ohne ihre Stellung zu verändern, wandte ſich die Königin blos mit dem Kopf gegen ihn. Die Be⸗ wegung ſchien einige Ungeduld zu verrathen.

Iſt Brahe ſchon gekommen?

Nein, Ew. Majeſtät.

Der Page fürchtete ſie geſtört zu haben.

Dalin und Höppener?

Auch nicht, Ew. Majeſtät.

Kein Geſicht konnte ein treuerer Spiegel jeder innern Regung ſein, als das Geſicht Luiſe Ulrikens. Ihr äußerer und ihr innerer Menſch ſtanden in einer wahrhaft elektriſchen Berührung mit einander. Das Gefühl der Ungeduld, das ſich in ihrer Seele regte, erſchien und verſchwand daher auch jetzt in ihren Geſichtszügen.

Nun was gibt's denn, mein Freund? Was wollen Sie?

Der Page verbeugte ſich.

Ew. Majeſtät haben mir befohlen, Ihnen Mel⸗ dung zu machen, ſobald die Schaluppe vom Lande geſtoßen habe.

Sie ſind alſo fort. Es iſt gut. jetzt Acht, wenn Brahe, Dalin und Höppener kommen.

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