in die Luft, wie eine Handvoll Staub. Das muß aufhören. Der Wille iſt der Zwillingsbruder des Muthes. Wie ein Eiſenreif um die loſen Fäſſer, ſo muß ich mich um irgend ein beſtimmtes Ziel preſſen. Gebe ich nach, ſo muß ich, das ſehe ich wohl ein, untergehen. Faſſe ich meinen Entſchluß, gehe ich unerſchütterlich auf das Ziel los, wer ſagt mir dann, daß ich es nicht auch erreichen kann? Heutzutage iſt Jedermann Krieger geweſen. Gut, ich will einen Entſchluß faſſen; ich will auch Soldat werden. Das will ich und das thue ich.“
„Sind Alle, die ich hier geſehen habe, Krieger geweſen?“ berichtigte er ſich jedoch bald;„ſind ſie nicht vielmehr Edelleute geweſen?“
Ein kaltes Lächeln verzog höhniſch ſeine Lippen.
„Unſer erſter Stammvater,“ antwortete er ſich ſelbſt,„trat blos mit einem Feigenblatt in die Welt hinaus.
„Muß nicht vielleicht jeder wahre Mann ebenſo hinaustreten?
„Es dürfte zuletzt darauf ankommen, ob nicht das Feigenblatt der einzige erforderliche Adelsbrief in der Welt iſt.“
Nachdem Daniel ſich einmal in ſeine Gedanken vertieft, hatte er ſich ihnen auch gänzlich hingegeben.
Sicherlich würde er noch lange in dieſer Richtung fortmeditirt haben, hätte er nicht auf einmal eine Hand auf ſeiner Schulter geſpürt.
Als er aufſchaute, fand er, daß er auf einer Bank am Quai ſaß. Der Platz war ganz leer, die Schaluppe war fort, er war allein. Vor ihm ſtand blos ein Kammerpage.
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