rung; wir brauchen beide nicht zu kitzlich zu ſein; antworte mir ja oder nein... willſt Du mein Weib werden? Wir brauchen nicht viel Umſtände mit der Sache zu machen. Wir können nicht immer auf dem Weltmeer umherirren, ſondern wir bedürfen auch eines Hafen. Haſt Du Luſt, nun topp, ſo ſchlage ein.“
Einen Mann zu bekommen, Braut zu werden, zu heirathen, einen eignen Heerd zu erhalten, dieß alles waren für Anna ganz neue Gedanken... ihre Augen wurden immer klarer, ihre Lippen lächelten, ihr Geſicht bekam einen ſo ſtrahlenden Ausdruck.
„Nun denn alſo topp,“ ſagte ſie.
Und ſie berührten ſich mit den Daumen und nikten freundlich einander zu.
„Aber mein Gott,“ begann Anna nach einem kurzen Bedenken wieder,„es iſt doch gewiß nicht Ihr Ernſt.“
„Schwatz keine Dummheiten, Anna. Was ich geſagt habe, habe ich geſagt. Wenn man etwas anfangen will, ſo muß man nicht zu lange darüber nachgrübeln, denn ich habe bemerkt, daß die Gedanken Einen oft ganz kollerig machen. Es muß reines Spiel ſein. Laß laufen, iſt mein Sprichwort.“
„Aber...“ ſtammelte Anna...„aber..“
„Kein Aber, Anna, wenn man heirathet; kein Stammeln, wenn man einander lieben will.“
„Aber Sie wiſſen ja, wer ich bin?“
„Und dann... ich habe Dir ja auch geſagt, wer ich bin.., ein Pirat unter den Weibern.“
„Aber wenn man mich Arm in Arm mit Ihnen ſähe, man mit den Fingern auf mich deutete, dann würden Sie ſich vielleicht meiner ſchämen, würden es bereuen, mir Vorwürfe über eine Sache machen, der man doch nicht mehr abhelfen könnte.“
Pierrots Geſicht verzerrte ſich.
„Mit den Fingern auf uns deuten?“ Ich will den Leuten rathen, dieß bleiben zu laſſen. Es bereuen? Zum


