Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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ein Pierrot die Aufmerkſamkeit durch ſeine nicht leichte und graziöſe, vielmehr plumpe, und eben dadurch poſſir⸗ liche und komiſche Grimaſſen und Wendungen. In ſeiner Geſellſchaft befanden ſich zwei Masken, ein rothbackiges dickes Baueruweibchen und ein Bauer. Pierrot ſprach nicht viel, aber wenn er ſich zuweilen äußerte, ſo miſchte er ſo viele Seemannsausdrücke in ſeine Rede, daß er dadurch zwar etwas unbegreiflich, aber nur um ſo drol⸗ liger erſchien.

Es ſchlug zwölf. Trompetengeſchmetter verkündete den Beginn des Fackelzugs, Alles eilte in die Gallerie, um an demſelben Theil zu nehmen. Verwirrung und Getöſe war dabei nicht gering. Man lachte und ellbogte ſich vorwärts. Jeder wollte der Erſte ſein.

Roman und Paul, die beiden feuerrothen Dominos, hatten im Fackelzug bereits ihren Platz eingenommen.

„Der Maskenball naht ſich ſeinem Ende,“ ſagte Paul; „mögen uns unſere Pläne gelingen!“

Statt aller Antwort drückte Roman ihm die Hand.

Beide hatten ihre Dame am Arm. In Ermange⸗ lung beſſerer Mittel, Gabriele und Mathilde von dem Skandal zu retten, wodurch die ſchwarze Charlotte ſie zu beſchämen gedachte, hatten ſie auf Pauls Vorſchlag bald einige Frauenzimmer herausgeſucht, die ſich, ohne den Zweck zu kennen, zu dem Scherz hergaben, welchen Paul gegen einige Bekannte ausführen zu wollen be⸗ hauptete.

Das eine dieſer Mädchen war auch die ebenſo nichtsnutzige und neugierige, wie blauängige Marie, das andere war die in nicht geringerem Grad ſchelmiſche und lebhafte Auguſte.

Paul kannte ſie von ſeinem Beſuch im Thiergarten her, und ſie gingen ohne alle Schwierigkeiten auf ſeinen Plan ein, zumal da es ſich hier um einen bloßen Scherz handeln ſollte.