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ſich ihre eigene Schuld. Sie hofften zwar nicht freige⸗ ſprochen zu werden, aber ſie hofften dennoch viel.
„Nun alter Schelm,“ begann der Inquirent wieder, „willſt Du noch nicht bekennen?“
Brauner vermochte nicht zu antworten.
„Ueberall und in allen Stücken zeugt man gegen Dich. Du biſt verhärtet und ſehr frech, daß Du es noch wagſt, mir mit Deinem Schweigen Trotz zu bieten. Sprich!“
Brauners Handſchellen raſſelten. Hände.
Das Publikum ſchien ſich vor ihm zu entſetzen. Fanny und Paul zogen ſich mitleidig zurück.
In dieſem Augenblick hörte man ein Getöſe an der Thüre. Der Inquirent ſah ſich um. Es waren zwei neue Perſonen, welche eintraten: Roman und der ſchon öfter erwähnte Geiſtliche.
Ruhig und ernſt näherten ſie ſich dem Polizeimei⸗ ſter und baten um Erlaubniß, ein Wort ſprechen zu dürfen.
„Brauner iſt unſchuldig!“ erklärte Roman.
„Unſchuldig,“ wiederholte der Polizeimeiſter,„was will das heißen?“
„Das will heißen,“ bemerkte der Pfarrer,„daß er unſchuldig iſt.“
Das Publikum ſtarrte beide verwundert an.
„Sie täuſchen ſich,“ antwortete der Polizeimeiſter. „Alle klagen ihn als den größten Verbrecher an.“
„nd er iſt dennoch unſchuldig,“ antwortete Roman.
„Erlauben Sie mir, Herr Polizeimeiſter, Ihnen ein Wort ins Ohr zu flüſtern.“ Der Polizeimeiſter neigte ſein Haupt gegen ihn und Roman flüſterte ihm ein einziges Wort zu. „Was höre ich?“ rief der Polizeimeiſter und rich⸗ tete ſich überraſcht auf.„Können Sie das beweiſen?“ „ Ich kann es, wenn Sie mir auf einen Augenblick ein Geſpräch unter vier Augen geſtatten. Der Herr
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