Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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Seine Ahnen hatten Glied für Glied dem Kriege aande angehört, und viele von den⸗ Lorbeeren, die unſen Geſchichte ſchmücken und den Namen des ſchwediſche Volkes ehren, waren auf dem blutigen Feld des Kriege von ihrem Schwerte errungen worden. Schon in de zarteſten Jahren des Generals war es deßhalb auch ein ausgemachte Sache, daß er dieſelbe Bahn betreten ſolle und ſeine ganze Erziehung wurde dahin gerichtet.

Er hatte den ritterlichen Charakter ſeiner Ahnul geerbt und trat früh in die Reihen der ſchwediſchen A⸗ mee, mit Kenntniſſen und Muth, Hoffnungen und Le⸗ bensluſt ausgerüſtet, aber ohne einen andern Beſitz al ſein Wappen. Er glaubte inzwiſchen deßhalb keinen Augenblick ſeine Ausſichten für die Zukunft verdüſten, und während er mit der Lebhaftigkeit eines fröhlichen Jünglings den Tag nahm, wie er kam, bereitete er ſich beſtändig vor, der Beförderungen würdig zu werden, die ihn erwarteten. 3

Die Dienſtauszeichnungen kamen jedoch nicht auf ihn herabgeregnet. Er mußte ſie Schritt für Schritt erwer⸗ ben; aber wenn er ſie erhielt, ſo hatte er ſie auch ver⸗ dient. Viel geprüft und erfahren, aber mit einem von grauen Locken geflochtenen Ehrenkranz um ſeinen Scheiel, wurde er zum Generalmajor ernannt und erhielt die Ji⸗ ſpection eines der Militärdiſtrikte.

Aber obſchon die Jahre ihren Schnee in ſeine Locken geſtreut hatten, bemerkte man faſt nichts davon, daß ſie auch ſeine Geſundheit zu brechen anfingen; denn da er gewöhnt war, mit militäriſcher Haltung den Gefahren ent⸗ gegen zu gehen, ſo konnten nur diejenigen, welche wiſſen⸗ ſchaftlich die letzten Sandkörner im Stundenglas des Lebens zu zählen verſtehen, ihn durchſchauen und ſehen, daß die Zeit mehr in ihm verheert hatte, als außer ihm.

Eine ſolche Natur, wie General Roſenpalm, kann zwar in ihrer Ingend viel anf dem Altar der Liebe opfern, wo das Füllhorn eines der erſten Embleme iſt⸗