Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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ſehr unterſetzt und behaglich von Perſon, dennoch ei ganz abgeſchliffener und pfiffiger Zollmann war und d Herren Schleichhändler mehr als einmal zur Verzweiflun gebracht hatte. Ueberall, wo er einen eerſſt vor Kurzeu nach Hauſe gekommanen, aufgeräumten und offenherzige Seemann treffen konnte, band er ſogleich mit ihm au

um ſoviel als möglich auszuforſchen, ob die Rheder un

der Kapitain Geheimniſſe, d. h. verbotene Waaren, a Bord mit ſich führten.

Raſch ahnte indeß nicht, daß er es mit einem ſolche Raubvogel zu thun hatte, ſondern ſchwatzte ein Lange und Breites, ohne zu überlegen, wie ſeine Worte har aus kamen.

Die erſte wichtige Mittheilung, die er ſeinem neut Freund anvertraute, betraf den unerhörten Erfolg, deſſtt er ſich immer bei dem ſchönen Geſchlecht erfreue, eint Erfolg, der ihn, ſo weit man ſeinen eigenen Wort glauben darf, zu einem zweiten Don Iuan machte, wii ihm inzwiſchen in unſern Augen keineswegs zur Empfe⸗ lung gereicht. Das Regiſter ſeiner Eroberungen bilde eine ganze Leporelloliſte, auf der es an Japaneſinnen, Chineſinnen, Hottentottinnen, wie auch an⸗ Cirkaſſierhe nen, Ceylonerinnen und Negerinnen nicht fehle.

Holtmann lauſchte aufmerkſam auf ſein Gerede und ſtieß dazwiſchen hinein mit ihm an, was ſeine Geſprächig⸗ keit noch immer erhöhte. 1

Er erzählte jetzt auch, als einen weiteren Beweis für ſein Talent, bei den Weibern ſchnell Glück zu machen, daß er kaum ans Land geſtiegen ſei, ſo habe er beräits eine neue Eroberung gemacht, in der Perſon eines ganz reizenden Weibchens, das bei der Zwiſchentreppe in einer Bude geſtanden. 4

Bei dieſem Bekenntniß runzelte Holtmann ſeint Brauen, und da Raſch dies als einen Ausdruck des Zweifels nahm, ſo wurde er immer eifriger in ſeinen Erzählung und fügte endlich hinzu, er ſei ſeines Glücks

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