Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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rer der Hauptſtadt Bekanntſchaft. Als ſie mit einander vertrauter wurden, erzählte ihm Stephans, daß er von der Methodiſtenconferenz beauftragt ſei, verſchiedene Pre⸗ digten und andere religiöſe Vorträge auf Schwediſch zu halten; wegen ſeiner unzulänglichen Bekanntſchaft mit der Sprache aber glaubte er ſich dem Auftrag nicht ge⸗ wachſen, wenn er nicht jemand finde, der ihm Ausdrücke und Styl corrigire. Er erſuchte deßhalb den eben be⸗ zeichneten lutheriſchen Geiſtlichen, ihm dieſen Dienſt zu erweiſen, und dieſer Geiſtliche hatte um ſo weniger da⸗ gegen einzuwenden, als er bei näherer Bekanntſchaft mit Stephans fand, daß ihre religiöſen Anſichten überein⸗ ſtimmten. Das Freundſchaftsband zwiſchen beiden wurde immer feſter, und als Stephans mit den corrigirten Predigtconcepten Glück machte, eröffnete er ſeinem Freund ſeine ganze Seele und vertraute ihm an, daß er beauf⸗ tragt ſei, ſich mit den Leſern in Nordland in Verbindung zu ſetzen, Miſſionen unter den Leſern einzurichten und in Stockholm Conventikel zur Ausbreitung des Methodis⸗ mus zu gründen.

Was dieſe Gegenſtände weiter betrifft, ſo haben wir uns einen ziemlich vollſtändigen Bericht darüber ver⸗ ſchaffen können, aus welchem wir direkt Folgendes anführen.

Die Punkte, die er mir anvertraut hat, waren von kitzlicher Art, und es hielt ſchwer, Hand dabei anzulegen, aber eben ſo war es auch ſchwer, dieſe delikaten Gegen⸗ ſtände Wind und Wellen preis zu geben. Ich verlangte Bedenkzeit bis auf den folgenden Tag. Sie wurde ge⸗ ſtattet. Als wir wieder zuſammentrafen, verlangte ich nähere Aufſchlüſſe über die Hauptlehren ſeiner Kirche, als man aus ſeinen Predigten hatte ſchöpfen können, und entwickelte ihm die Hauptlehren derjenigen Kirche, der ich angehörte. Wir geriethen in einen langen Streit, wobei jeder von uns ſich bemühte, ſeine Waare möglichſt hoch im Preiſe zu halten. Inwieweit ich meiner Pflicht als Opponent genügte, kann ich nicht genau ſagen, aber