Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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die Krankenbetten mit einem größeren, freien Zwiſchen⸗ platz, mitten im Zimmer.

Dieſer freie Platz ſchien vor allen Dingen den Gegenſtand ihrer ordnenden Vorſorge zu bilden. Sie waren krank und wollten ſich doch mit etwas beſchäftigen.

Drei oder vier der Verbrecherinnen lagen hier auf den Knieen, den Kopf vorwärts gebeugt und die Hände damit beſchäftigt, kurz gehackte Tannenzweige in gewiſſe kleine Formen zu legen.

Alle dieſe Weiber waren in einem Alter von 20 bis

30 Jahren, nicht mehr..

Seitwärts von ihnen ſtand ein Mädchen von ge⸗ wöhnlicher Größe, aber mit feſten und wohlgebildeten Formen. In der Hand hielt ſie einen Korb voll Tannen⸗ zweigen und warf den Arbeiterinnen je nach ihren Be⸗ dürfniſſen eine Hand voll zu.

„Die Reihe iſt an mir heute, die Hoffnung legen zu dürfen,“ rief eines der Mädchen.

„Und an mir die Liebe,“ rief eine andere.

„Und an mir der Glaube.“

„Und ich darf die Engel machen.“

„Da haſt Du die Zweige zur Liebe.“

„Du gibſt mir zu wenig; das reicht nicht aus.“

„Ich kann nicht mehr geben. Da haſt Du eine Hand voll zum Glauben.“

„Du biſt heute geizig.“

„Seht ſelbſt, der Korb iſt beinah leer. Ihr müßt mit altem Tannenreis ausfüllen. Da haſt Du auch zur Hoffnung. Die Engel und der Blumentopf müſſen doch auch etwas haben.“

„Wir bekommen alſo nichts zu den Vierecken und der Einfaſſung?“

„Ich kann nicht mehr geben, als ich habe.“

„Aber Du haſt noch Etwas übrig; Du kannſt uns das alles geben.“