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„Ich will ihnen gar kein Leid zufügen; aber ſie brauchen blos ein paar Tage ohne Schutz auf den Stra⸗ ßen herumzuſtreichen, dann wird die Polizei ſchon dafür ſorgen, daß ſie ins Korrektionshaus kommen.“
„Ich beginne Ihre Abſicht zu verſtehen; Sie wün⸗ ſchen eine Bötin an die ſchwarze Charlotte. Aber Sie vergeſſen, daß ſie im Spinnhaus ſitzt.“
„Ich habe es nicht vergeſſen, aber die Mädchen können ſich doch wenigſtens ein Zeichen geben, wenn ſie im Speiſeſaal oder in der Kirche, wo ſie beiſammen find, an einander vorbeigehen.“
„Und worin ſollte wohl das Zeichen beſtehen?“
„Darin, daß alle beide erkranken würden.“
„Erkranken?“
„Sie ſtellen ſich einfältiger, Madame Buchholz, als Sie ſind, ich meine, die Mädchen könnten ſich im Kran⸗ kenhaus treffen, wo ſie wenigſtens frei mit einander reden dürfen.“
„Jetzt verſtehe ich Sie... und das iſt alles ganz ſchön.. aber ich kann keines meiner Mädchen entbehren.“
„Sie können nicht? aber Sie müſſen, Madame Buchholz, ſage ich Ihnen; Sie müſſen. Der Wald⸗ hahnenfuß ſcheint mir hier nicht beſonders nützlich zu ſein... kann man ſich auf das Mädchen verlaſſen?“
„Es taugt nichts und iſt überdies ſchon verkauft.“
„An wen?“
„Möchten Sie's gern wiſſen, Löwe? Die Kaufleute für ſolche Waaren haben keinen Namen. Verſtehen Sie mich?“
„Nun wohl, dann ſpreche ich mit der Königin der wilden Jagd, ſie wird ſicherlich nichts dagegen haben, eeiin paar Wochen im Gefängniß auszuruhen... das wird ihr ſo wohl bekommen, wie eine Brunnenkur.
„Mit der Königin iſt es nichts, Löwe; ſie kann ich nicht abgeben, ſie iſt mir unentbehrlich. Nehmen Sie lieber irgend eine andere.“


