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Nun, ſo laß uns kriechen... Du kennſt doch den Weg?“
„Ich habe ihn ſchon früher einmal unterſucht.“
„Vorwärts alſo!“
Bei Tag würde die Wanderung, welche die beiden Abenteurer jetzt begannen, nicht blos halsbrecheriſch, ſondern auch komiſch ausgeſehen haben; aber zu ihrem Glück war es Nacht.
Ohne noch mehr Worte zu wechſeln, krachen ſie un⸗ aufhörlich weiter und befanden ſich binnen Kurzem auf dem Dach des andern Hauſes. Hier ruhten ſie eine Weile aus. Die geduckte Haltung war ermüdend.
Sieh einmal nach der Laterne dort,“ ſagte der Löwe.
„Ich ſehe...
„Gegen den Lichtſchein bewegt ſich Etwas... es iſt ein Menſch.“
„Sollte man uns ſehen können?“
„Bah! es iſt überdies einer von unſern Leuten... alſo ein gutes Zeichen... jetzt wieder vorwärts!⸗
Und auf dieſelbe Art wie vorhin wurde die unbe⸗ queme Promenade von Neuem begonnen; aber für dieſe Leute gab es nichts Unbequemes; vielmehr hatten ſie blos das Kühne ihres Unternehmens im Auge, und das erfreute und ermunterte ſie.
Derſelbe Muth, welcher den Krieger anregt, ſein Leben in einem kecken Abenteuer zu wagen, um eine Fahne zu erobern, eine Mine anzuzünden oder eine Ba⸗ ſtei zu nehmen, belebt auch den Einbruchsdieb. Es iſt nicht blos das Geld, das ihn ermuntert, es iſt das Abenteuer ſelbſt.
„Wir ſind an Ort und Stelle,“ flüſterte der Löwe. „Die Luke zu der Winde in dieſem Haus iſt hier dicht neben dem Schornſtein. Nimm die Brechſtange und halte mich bei der Hand.“
Mit einem kräftigen Griff wurde die Luke erbrochen,


