100
finder verzehren!“ Die Richter, Zeugen, Anklaͤger und Wachen, welche Danton jetzt umgaben, waren einſt ſo demuͤthig geweſen, um nach der Genoſſen⸗ ſchaft bei ſeinen Graͤueln zu ſtreben, und hatten ſich fuͤr hinreicheud geehrt gehalten, ſeine Handlanger zu werden. Jetzt blickten ſie auf ſeinen ungebeug⸗ ten Stolz, auf ſeinen unerſchuͤtterlichen Muth, wie furchtſame Zuſchauer auf einen Loͤwen in einem Kaͤfig, wenn ſie, an der Feſtigkeit des Gitters zwei⸗ felnd, ihrer eigenen Sicherheit wenig vertrauen. Ueber ſeinen Namen und ſeinen Wohnort befragt, antwortete er:„Meine Wohnung wird bald das Nichts ſeyn, aber mein Name wird im Pantheon der Geſchichte leben.“ Camille Desmoulins, Her⸗ ault de Sechelles und Fabre d'Eglantine ꝛc., Maͤnner von bedeutendem literariſchen Talent und von den wenigen Jakobinern, welche wirkliche Anſpruͤche auf ſolche Vorzuͤge hatten, theilten ſein Schickſal. We⸗ ſtermann war gleichfalls unter ihnen, derſelbe Of⸗ fizier, welcher den Angriff auf das Schloß der Tuil⸗ lerien am 10. Auguſt geleitet hatte, und nachher durch ſo viele Siege und Niederlagen in der Vendée ſich auszeichnete, daß er wegen ſeiner Thaͤtigkeit die Geißel dieſes Bezirks genannt wurde.
Ihre Anklage war, wie bei allen ſolchen Faͤllen, in dieſer Zeit eine Olla potrida, wenn wir dieſen Busdruck gebrauchen duͤrfen, worin alle moͤgliche ver⸗ brecheriſche Ingredienzen unter einander gemiſcht


