Teil eines Werkes 
30. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 6. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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. 98 der, berechnender Heuchler, deſſen Bosheit der eines Unholds niederen Ranges glich; aber Danton war ein Karakter fuͤr Shakspeare oder Schiller, um ihn in allen ſeinen großen Licht⸗ und Schattenſeiten zu zeichnen; Bruce wuͤrde nach ihm einen noch groß⸗ artigern Ras Michael, als den von Tigré entworfen haben. Seine Leidenſchaften waren ein Orkan, wel⸗ cher wuͤthend, ruͤckſichtlos und zerſtoͤrend in ſeinem Laufe doch noch lichte Augenblicke von Sonnenſchein und Ruhe hatte. Weder gut von Natur, noch ge⸗, vecht aus Grundſatz oder politiſcher Berechnung, war man oft erſtaunt, bei ihm noch einige Gefuͤhle von Edelſinn und ſelbſt einige Neigung zur Großmuth zu finden. Fruͤhe Gewoͤhnung an verworfene Laſter, die keine Tugend aufkommen laſſen, und die Verblendung mit der elenden Faktion von Orleans im Anfang ſeiner Laufbahn machten aus ihm einen, wenn auch nicht ſchlechtern, doch gewiß gemeinern Boͤſewicht, als wozu ihn die Natur beſtimmt hatte; denn ſein Stolz wuͤrde ihn vor manchen bewahrt haben, wozu ihn die Verſuchungen großer Ausſchweifung und das Ge⸗ fuͤhl beengter Verhaͤltniſſe brachten. Als Danton unter Robespierre fiel, ſchien es, als ſey eine lau⸗ ernde Eule auf einen Adler oder wenigſtens auf einen hochfliegenden Geier geſtoßen, und der ihn ge⸗ troffen. Begreiflicherweiſe beklagten ihn ſeine er⸗ klaͤrten Genoſſen, ja Le Gendre und Andere wurden ſeine Fuͤrſprecher im Konvent, und nahmen fuͤr ihn