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Dieſe durch die Beſchaffenheit des Bodens ſo ſehr beguͤnſtigte Fechtart war den Vendéern, ſie mochten nun ſiegen oder geſchlagen werden, gleich ſehr vortheilhaft. Wurden die Republikaner geſchla⸗ gen, ſo waren ſie meiſtens verloren; denn die Er⸗ haltung der Ordnung wurde unmoͤglich, und ohne Ordnung war ihre Vertilgung unvermeidlich, waͤh⸗ rend Bagage, Munition, Wagen, Kanonen, kurz das ganze Material der geſchlagenen Armee in die Haͤnde des Siegers ftelen. Wenn auf der andern Seite die Vendéer einen Verluſt erlitten, fanden die Sieger nichts auf dem Felde, als die Koͤrper der Erſchlagenen und die Holzſchuhe der Fluͤchtigen. Die wenigen Gefangenen, die ſie machten, hatten gemeiniglich ihre Waffen weggeworſen oder verbor⸗ gen, und da ihre Armee weder Bagage noch Wagen irgend einer Art hatte, ſo konnte ſie auch keine ver⸗ leren. Verfolgung konnte leicht zu einer Niederlage fuͤhren, denn die Reiterei vermochte nichts auf die⸗ ſem Terrain, und die Infanterie, die ſich wie zum Treibjagen aufloͤſen mußte, wurde haͤufig das Opfer der Verfolgten. 1
4 Auf offenem Felde waren die Vendéer kuͤhn bis zur Verwegenheit. Sie beſannen ſich nicht, das feindliche Geſchuͤtz nur mit Knitteln bewaffnet an⸗ zugreifen und wegzunehmen; ihre groͤßten Verluſte muͤſſen dem kuͤhnen Verſuche zugeſchrieben werden,


