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allgemeinen Ueberblick der Nevolution und der mit ihr verknuͤpften Vorfaͤlle.
Die Emporer, obgleich ſie die naͤmliche Sache ver⸗ theidigten, und haͤufig in Uebereinſtimmung zu Werk gingen, waren doch in verſchiedene Haufen getheilt, unter ſelbſtſtaͤndigen, von einander unabhaͤugigen Fuͤh⸗ rern. Die vom rechten Ufer der Loire ſtanden meiſt unter den Befehlen des beruͤhmten La Charette, der, aus einem Geſchlecht von ausgezeichneten Seemaͤnnern entſproſſen, ſelbſt Seeoffizier war, und dies gefaͤhrli⸗ che Kommando uͤbernommen hatte. Eine fruͤh erwach⸗ te Luſt zum Reiſen, nicht ungewoͤhnlich unter Juͤng⸗ lingen von lebhaftem und ehrgeizigem Charakter, hat⸗ te ihn mit den geheimſten Schlupfwinkeln der Waͤlder bekannt gemacht, und ſein naturliches Genie ihm die militaͤriſchen Vortheile gezeigt, die ſie darboten. In dieſem, wie in ſo manchen andern Faͤllen hatten ent⸗ weder die ſchlichten Bauern diejenigen Maͤnner, die am beſten dazu taugten, zu ihren Fuͤhrern zu waͤhlen gewußt, oder ſolche gefaͤhrliche Stellen wurden nur von denjenigen geſucht, die Klugheit und Entſchloſſen⸗ heit miteinander verbanden, und ſich bewußt waren, das Erforderliche leiſten zu koͤnnen. Es war auffal⸗ lend, daß die Infurgenten bei der Wahl ihrer Fuͤhrer keinen Unterſchied zwiſchen dem Adel und den untern Stäaͤnden machten. Hiſtoriſche Namen, wie Talmont, d' Autichamp, L' Eskure und La Roche⸗Jacquelin wur⸗ den mit dem Forſtwart Stoflet und Cathelinau, ei⸗
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