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verſucht hatte. Buzot und Pethion toͤdteten ſich im äu⸗ ßerſten Elend und wurden todt in einem Kornſeld ge⸗ funden. Dies war derſelbe Pethion, der ſo lange der Goͤtze der Pariſer geweſen war, und welchen man, als die Ab⸗ ſetzung des Koͤnigs beſchloſſen war, mit einfaͤltiger Eitel⸗ keit ſagen hoͤrte:„Wenn man mich zwingt, jezt Re⸗ gent zu werden, ſo wird es mir an Mitteln fehlen, es abzulehnen.“ Andere von dieſer ungluͤcklichen Parthei theilten das gleiche traurige Schickſal. Condorcet, der ſich fuͤr das Leben des Köonigs, aber in ewigen Feſſeln, ausgeſprochen hatte, wurde verhaftet, und vergiftete ſich ſelbſt; Rabaud de St. Etienne wurde von einem Freun⸗ de verrathen, auf den er traute, und hingerichtet. Ro⸗ land wurde todt auf der Landſtraße gefunden, und erfuͤll⸗ be dadurch eine Prophezeihung ſeiner Gattin, welche die Jakobiner zum Tod verurtheilt, und die ihre Ueberzeu⸗ gung erklaͤrt hatte, daß ihr Gatte ſie nicht lange uͤberle⸗ ben werde, Dieſe merkwuͤrdige Frau, gluͤcklich, wenn ihre hohen Talente in der Jugend unter die Leitung von Menſchen gekommen waͤren, welche ſie beſſer ausgebildet haͤtten, vertheidigte ſich vor dem Revolutionstribunal maͤnnlicher, als der beredteſte Girondiſt. Die umſtehen⸗ den Dilettanten in der Grauſamkeit waren ſo erfreut uͤber ihr Benehmen, als der Jaͤger, der einen edlen Hirſch niederſtreckt.„Welcher Verſtand!“ ſagten ſie;„wel⸗ cher Witz, welcher Muth!„Welch ein herrliches Schau⸗ ſpiel wird es ſeyn, ein ſolches Weib auf dem Schafſot zu ſehen!“ Sie ging ihrem Tod mitgroſſer Faſſung entgegen⸗


