Teil eines Werkes 
29. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 5. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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Der Konvent wußte wohl, was mit dieſem Erſcheinen des Volks vor den Schranken gemeint ſey, und waͤh⸗ rend er vor dieſer Drohung zitterte, machte Duhem den Antrag, daß der Koͤnig in der Nacht noch hinge⸗ richtet werden ſolle. Die Majoritaͤt hatte indeſſen noch ſo viel Schaam, ſich an dieſem Abend nicht wei⸗ ter fortreißen zu laſſen. Sie geſtattete dem Koͤnig, ſich einen Vertheidiger zu waͤhlen.

Bei ſeiner Ruͤckkehr in den Tempel hatte der Mo⸗ narch gefunden, daß er zu einſamem Gefaͤngniß verur⸗

heilt ſey. Er weinte; aber weder ſeiner Gattin, noch

ſeiner Schweſter, noch ſeinem Kinde war es geſtattet, dieſe Thrauen zu theilen. An dem Schickſal ſeines Sohns zeigte er den tiefſten Antheil. Doch, ſo aͤngſt⸗ lich auch ſeine Beſorgniſſe waren, ſo erreichten ſie doch das Elend nicht, in welches das Kind verſezt war. Das Herz eines Menſchen konnte die Grau⸗ ſamkeit ſeines Loſes ſich nicht denken..

Ludwig waͤhlte zu ſeinen Anwaͤlden zwei beruͤhm⸗ te Rechtsgelehrte, indem er ſorgfaͤltig ſolche auslas, von denen er glaubte, daß ſie durch das unternomme⸗ ne Geſchaͤft keine Gefahr laufen wuͤrden. Einer der⸗ ſelben, Thronchet, achtete die Ehre ſeines Standes zu ſehr, um auch nur einen Augenblick mit der An⸗ mahme dieſes gefährlichen Amts zu zaudern; der an⸗ dere aber, Target, lehnte es ab. Der Ausdruck, deſ⸗ ſen ſich dieſer unwuͤrdige Rechtsgelehrte bediente, ſchien die Verurtheilung des Koͤnigs zu enthalten.Ein