Teil eines Werkes 
29. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 5. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

38

vergoſſen wurde; was ſagen Sie dagegen 27 Nicht ich war Urſache antwortete Ludwig mit mehr Nachdruck, als bisher.

Der Koͤnig wurde zuruͤckgefuͤhrt ins Gefaͤngniß unter den Drohungen und Mißhandlungen derſelben Banditen, durch deren Reihen er vorher gegangen war.

Bei der Erwiederung auf die gegen ihn angebrach⸗ ten Klagen hatte Ludwig einen andern Weg einge⸗ ſchlagen, als Karl, der ſich weigerte, ſeine Vertheisi⸗ gung vor dem Tribunal zu fuͤhren, vor das er geladen war. Der leztere handelte mit dem ſtoltzen Geiſte ei⸗ nes Furſten, welcher der Ehre der Krone, die er ge⸗ tragen, nichts vergeben will, der erſtere als ein Mann von Ehre und Rechtſchaffenheit, der ſeinen Ka⸗ rakter, wo er immer angegriffen wurde, vertheidigen wollte, ohne ſich mit der Beſtreitung der Autoritaͤt des Gerichtshofs aufzuhalten, welcher das Urtheil uͤber ihn faͤllen ſollte.

Ein großer Tumult folgte in der Verſammlung, ſobald der Konig den Saal verlaſſen hatte. Die Jako⸗ biner bemerkten, daß die ſo eben vorgegangene Scene viele von der neutralen Parthei tief ergriffen habe, und wahrſcheinlich auf ihre endliche Abſtimmung Ein⸗ fluß haben werde. Sie verlangten ein augenblickliches Verurtheilungsdekret, und zwar im Namen des unter⸗ druͤkten Volks.Ihr, die Ihr den Tyrannen gehoͤrt habt, ſolltet gerechterweiſe auch das Volk hoͤren, das er unterdruͤckt hat, ſagte Brllaud de Varennes.

7