Teil eines Werkes 
29. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 5. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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ne Praͤrogativen uͤber die geſetzlichen Graͤnzen auszu⸗ dehnen; daß Beiſpiele von gewaltthaͤtigen Geldbußen, grauſamen Strafen durch Verſtuͤmmelung, lange und ſtrenge Einkerkerungen in entlegenen Feſten und Schloͤſ⸗ ſern vorhanden ſind; Handlungen der Gewalt, die Niemand zu rechtfertigen, und des Koͤnigs Vertheidi⸗ ger nur zu mildern ſuchen wird, indem ſie die vorange⸗ henden willkuͤhrlichen Zeiten die Auslegung der Geſetze durch hoͤfiſche Miniſter, und nachgiebige Rechtsgelehr⸗ te anfuͤhren. Das Benehmen Lugwigs XVI. von ſei⸗ ner Thronbeſteigung an, war dagegen ein Vorbild der Tugend und Maͤßigung. Statt Schiffgeld und wkuͤhrliche Schatzungen zu erheben, erleichterte Lud⸗ wig die Feudaldienſte der Vaſallen und die Frohndien⸗ ſte der Bauern. Wo Karl Einfoͤrmigkeit der Kirche von England durch Schandbuͤhnen und Ohrenſchlitzen zu erzwingen ſtrebte, geſtattete Ludwig den Proteſtan⸗ ten die freie Ausuͤbung ihrer Religion, und ſchaffte die Tortur in allen Faͤllen ab. Wo Karl in ſein Par⸗ lament trat, um deſſen Freiheit durch Verhaftung von 5 ſeiner Mitglieder zu verletzen, gab ſich Ludwig als einen freiwilligen Gefangenen, wie man wohl ſagen kann, den Volksrepraͤſentanten hin, die er aus eige⸗ nem Willen zu ſich berufen hatte. Abgeſehen von al⸗ lem dieſem fuͤhrte Karl in Perſon oder durch ſeine Ge⸗ nerale einen langen blutigen Krieg mit ſeinen Unter⸗ thanen, ſchlug Schlachten in jeder Grafſchaft Eng⸗ lands, und wurde nur nach einem langwierigen, toͤdli⸗ W. Scott's Werke, XXIX, 2