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lich dem Bericht.*) Eine additionelle Klage wurde unter den folgenden geheimnißvollen Umſtaͤnden vor⸗ gebracht:— Gamin, ein Schloſſer zu Verſailles, mach⸗ te zu Ende Dezembers Roland die Mittheilung, daß er im Anfang des Mai 1792 von dem Koͤnig ge⸗ braucht worden ſey, um ein eiſernes Kaͤſtchen oder Schrank in der Mauer eines gewiſſen Zimmers in den Tuillerien zu verbergen, und dieß entdeckte er dem Juſtizminiſter. Er ſetzte noch einen umſtand hinzu, welcher die ganze Erzaͤhlung verdaͤchtig machte, naͤm⸗ lich, daß der Koͤnig ihm mit eigener Hand ein Glas Wein gegeben habe, nach deſſen Annahme er von einer Kolik befallen worden ſey, der eine Art von Laͤhmung ſorgte, die ihn 14 Monate lang des Gebrauchs ſeiner Glieder beraubt und ihn außer Stand geſezt habe, fuͤr ſeinen Unterhalt zu arbeiten. Die Schußfolge des Elenden war, daß ihn der Koͤnig habe vergiften wol⸗ len, welches diejenigen glauben moͤgen, die 14 Mona⸗ te zaͤhlen können von dem Anfang Mai's bis zu Ende Dezembers deſſelben Jahrs. Dieſe grobe Falſchheit vernichtet gaͤnzlich Gamins Zeugniß, und da der Koͤ⸗ nig ſtets laͤngnete, von dem Daſeyn eines ſolchen Kaͤſtchens mit ſolchen Papieren etwas zu wiſſen, ſo muͤſſen wir annehmen, entweder daß Gamin von ei⸗ —C——
*) Mouſieur de Septeuil, der beſonders als der Agent angege⸗ ben wurde, durch welchen Ludwig XVI. ſeinen Brüdern in der Verbannung Geld überſchickt haben ſollte, läugnete
durchaus die Sache, und ſchwur demgemäß einen Eid.
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