Teil eines Werkes 
29. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 5. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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ſeinen Einfluß auf ſie zu vermindern. Unter dieſen Umſtaͤnden entſchloß er ſich natuͤrlicherweiſe, keine ge⸗ waltſame Maßregel ohne die Unterſtuͤtzung des Kon⸗ vents zu wagen, im Fall er von ſeiner Armee verlaſ⸗ ſen werden ſollte. Er behauptet aber, daß er wieder⸗ holt den Girondiſten, die damals im Konvent die Ue⸗ bermacht hatten, die Anzeige gemacht habe, wenn ſie nur ein Dekret von vier Zeilen erhalten koͤnnten, das zu dieſer Maßfregel ermaͤchtige, ſo ſey er bereit, an der Spitze eines auserwaͤhlten Korps, das voͤllig einer ſolchen Aufforderung gehorchen wuͤrde, nach Paris zu marſchiren, und er wuͤrde durch ſeine Mittel den Konvent in eine Lage verſezt haben, worinn ſie die Jakobiner und ihre aufruͤhreriſchen Maſſen voͤllig haͤt⸗ ten niederſchlagen koͤnnen.

Vielleicht fuͤrchteten die Girondiſten, daß Dumou⸗ riez's Einfluß bei ſeinen Truppen ebenſo unwirkſam, als der Lafayette's ſeyn wuͤrde, und ſie dann mit ih⸗ ren Koͤpfen fuͤr einen ſolchen fehlſchlagenden Verſuch moͤchten buͤßen muͤſſen. Zweitens, wenn der Streich gelang, ſo waren ſie zwar von der Furcht vor den Ja⸗ kobinern befreit, aber nur, um unter den Zwang ei⸗ nes Militaͤrchefs zu kommen, deſſen Geſinnungen, wie man wohl wußte, fuͤr die eine oder die andere Art von Monarchie guͤnſtig waren. Als ſie in beiden Faͤl⸗ len gleiche Gefahr ſahen, zogen ſie es vor, ihr ſchoͤnes und geliebtes Bild einer Republik durch die Picken der Jakobiner umgeſtuͤrzt zu ſehen, als durch die Bajo⸗