Teil eines Werkes 
27. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 3. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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beleidigten Nation oder wegen Verrath gegen die Verfaſſung verurtheilt waren; ſo haͤtten die Geſetz⸗ geber wohl bedenken koͤnnen, wie ſelten der Koͤnig das Begnadigungsrecht zu Gunſten eines, dem Volke verhaßten Verbrechers auszuuͤben im Stande gewe⸗ ſen waͤre. Es gehoͤrt kein kleiner Muth dazu, ſich zwiſchen den Drachen und ſeine Beute, zwiſchen das Volk und ſein Opfer zu werfen. Karl I. wagte es nicht, Strafford zu retten.

Die Nationalverſammlung erkannte auch die Freiheit der Preſſe an, und bot dadurch der Nation eine Gabe dar, die mit vielem Guten und einigem Boͤſen faͤhig iſt, die niedrigſten Leidenſchaften zu erregen, die abſcheulichſten Verlaͤumdungen in uUm⸗ lauf zu bringen, und oft die graͤuelvollſten Thaten und Ungerechtigkeiten hervorzurufen; die aber in ſich ſelbſt das Mittel traͤgt, das Uebel, das aus ihrem Mißbrauche entſtanden iſt, zu heilen, und der Nach⸗ welt die Gefuͤhle des Guten und des Weiſen zu uͤberliefern, die ſo unſchaͤtzbar ſind, wenn die Lei⸗ denſchaften ruhen, und die ruhige ſanfte Stimme der Vernunft und des Nachdenkens Gehoͤr erlangt. Waͤhrend der ſchrecklichen Periode, deren Beſchrei⸗ bung wir jetzt unternehmen, veranlaßte die Preſſe Blutbad und Proſcriptionen; aber ſie hat auch das Andenken der Frevler dem allgemeinen Entſetzen auf⸗ bewahrt und die Kunſtgriffe an den Tag gelegt, de⸗ ren ſich die urheber bedienten. Sie iſt ein Felſen,