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Die Leibgarden verſammelten ſich in dem ſo⸗ genannten Oeil de boeuf, und ſuchten ſich dort zur Wehre zu ſetzen. Einige von ihnen konnten aber dieſen Zufluchtsort nicht mehr erreichen, und wurden in den Hofraum hinab geſchleppt, wo ein Kerl, durch einen langen Bart, ein breites, bluti⸗ ges Beil und eine Art von Panzer, den er auf ſei⸗ nem Leibe trug, ausgezeichnet, aus eigenem Ge⸗ ſchmacke, wie es ſchien, das Amt eines Henkers ge⸗ waͤhlt hatte. Der ſeltſame Aufzug dieſes Boͤſe⸗ wichts, das blutduͤrſtige Wohlgefallen, mit dem er
Getegenheit in den Armen eines Liebhabers überraſcht worden ſei. Man behauptet, Napoleon habe dies als eine Thatſache, auf die Autorität der Madame Campan hin, erzählt. Wir haben nun der Madame Campan eige⸗ ne Erzählung, wo ſie das Betragen der Königin bei die⸗ ſer traurigen Gelegenheit als das einer Heldin beſchreibt und die Möoglichkeit der angeblichen Anekdote völlig aus⸗ ſchließt. Man wolle aber noch ferner die Umſtände er⸗ wagen, in welchen ſich die Königin beſand;— wenn ſie um 2 Uhr des Morgens eine ſolche geheime Zuſammen⸗ kunft hatte, ſo konnte ſie leicht darin geſtört werden, und zwar nicht nur, wie es der Fall war, durch den Einbruch eines wüthenden Banditenhaufens, der den Pallaſt um⸗ gab und ihr Leben forderte, ſondern auch durch den Ein⸗ tritt des Königs oder jeder andern, durch ihre Pflicht hiezn berechtigten Perſon; und nun urtheile man, ob nicht die Gefahren des Augenblicks und die Beſorgniß der Ent⸗ deckung ſelbſt eine Meſſaline abgehalten haben würden, eine ſolche Zeit zu einem Stelldichein zu wählen.


