50 rieth. Man hatte beſchloſſen, eine drohende Stel⸗ lung anzunehmen und den Koͤnig an die Spitze einer ſtarken Macht zu ſtellen. Zu dieſem Ende wurden die noͤthigen Befehle gegeben.
Obſchon Necker manche Punkte des der Ver⸗ ſammlung in der koͤniglichen Sitzung gemachten Vor⸗ ſchlags gebilligt hatte, ſo hatte er doch andere hoͤch⸗ lich mißbilligt und ſich der Maßregel widerſetzt, Trup⸗ pen nach Verſailles und Paris ziehen zu laſſen, um die Hauptſtadt und, wenn es noͤthig waͤre, die Na⸗ tionalverſammlung einzuſchuͤchtern. Necker erhielt ſeine Entlaſſung, und ſo ſchienen der Koͤnig und das Volk zum zweitenmale zu offenem Kriege bereit. Die ſtaͤrkere Macht ſchien beim erſten Anblicke ganz auf der Seite des Koͤnigs zu ſeyn. Dreißig Regi⸗ menter umzingelten Paris und Verſailles, angefuͤhrt von dem Marſchall Broglio, einem ausgezeichneten General, der in dem Rufe eines eifrigen Gegenre⸗ volutionaͤrs ſtand; und unter den Mauern der Haupt⸗ ſtaot war ein großes Lager aufgeſchlagen. Die Stadt war auf allen Seiten offen, und die einzigen Ver⸗ theidiger derſelben beſtanden aus einem unbewaffne⸗ ten Poͤbel; allein dieſe Ueberlegenheit beſtand nur dem Anſcheine nach. Die fianzoͤſiſchen Garden hat⸗ ten ſich bereits, beſtegt durch die verſchiedenen Mit⸗ tel, durch die man ſie fuͤr die Volksſache zu gewin⸗ nen geſucht hatte, mit dem Volke vereinet, oder, wie man oamals ſagte, Bruͤderſchaft gemacht. Da ſie


