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Der bereits erwaͤhnte ſcharfſinnige Geſchichts⸗ ſchreiber ſcheint dagegen im Norden, und zwar im Karakter der nordiſchen Herrſcher, eine Quelle von neuen Kriegen geſehen zu haben, die in dem weſtli⸗ chen Theile der europaͤiſchen Republik nicht vorhan⸗ den war. Allein Katharing, die Semiramis des Nor⸗ dens, hatte ihre Blicke vorzuͤglich auf die dſtlichen und ſuͤdlichen Graͤnzen ihres weiten Gebietes gerich⸗ tet, und die Finanzen ihres zwar unermeßlichen, aber verhaͤltnißmaͤßig armen und nur ſchwach bevoͤlkerten Rei⸗ ches wurden durch den Aufwand eines uͤppigen Hofes in Anſpruch genommen, der die aſiatiſche Pracht mit den verfeinerten europaͤlſchen Genuͤſſen verbinden wollte. Die ungeheure Kriegsmacht der Czarin war zugleich doch ſehr ſchwerfaͤllig, und hatte gegen die nicht ſo zahlreichen, aber beweglichern Heere des Koͤ⸗ nigs von Preußen, ihres Nachbars, nichts ausrichten koͤnnen. Sonach ſchien Rußland eben ſo ſehr, als die uͤbrigen Maͤchte, geneigt, ſeiner Rieſenkraft lie⸗ ber Ruhe zu goͤnnen, als dieſelbe zu neuen und ge⸗ wagten Eroberungen zu verwenden. Dieſe Macht nahm ſogar keinen Anſtand, ihre Plane auf die Tuͤr⸗ kei bei den guͤnſtigſten Ausſichten, im Jahre 1784, noch ehe ſie zur Haͤlfte ausgefuͤhrt waren, wieder aufzugeben. Dies war nicht nur ein Unterpfand ih⸗ rer friedlichen Geſinnungen, ſondern auch ein Be⸗
weis, daß ſie die Nothwendigkeit fuͤhle, der Lockung
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