143 Greis von ſeinen Gefuͤhlen uͤbermannt; und der Köo⸗ nig, um ihm einige Augenblicke Ruhe zu verſtatten, wandte ſich zu Alexis.
„Und Sie,“ ſagte er,„mein ſchoͤner Fuͤhrer, wie haben Sie ſeit unſerem naͤchtlichen Spatziergange Ihre Zeit zugebracht? Aber ich brauche ja nicht zu fra⸗ gen.“ fuͤgte er hinzu, indem er um ſich blickte,— „im Dienſte des Königs und des Koͤnigreichs, indem ſie Untertbanen erzeugten, die ſo getreu ſeyn werden, wie ihre Ahnen.— Ein ſchoͤnes Geſchlecht, bei mei⸗ ner Treu, und ein koͤſtlicher Anblich fuͤr das Auge eines engliſchen Koͤnigs!— Obriſt Everard, wir wer⸗ den Sie hoffentlich zu Whiteball ſehen?““ Hier winkte er dem Wildrake zu.„Und Du Jocoline, Du kannſt doch gewiß Deinen Knotenſtock auch mit einer Hand halten?— Reiche mir die andere.“
Vor Schuͤchternheit zur Erde blickend, und wie ein Stier, der eben ſtoßen will, dehnte Jocolin uͤber die Schulter ſeiner Lady eine Hand aus, die ſo breit und hart war, wie ein hoͤlzerner Teller, und die der Kö⸗ nig mit Goldmuͤnzen anfuͤllte.„Kaufe fuͤr einige da⸗ von einen Kopfputz fuͤr meine Freundin Phoͤbe⸗““ ſagte Carl,„auch ſie hat ihre Pflicht gegen Alr⸗Eng⸗ land erfuͤllt.“
Dann wandte er ſich abermals gegen den Ritter, der ſich zu Sprechen anſtrengte. Er ergriff ſeine be⸗ jahrten Haͤnde mit den ſeinigen, neigte ihm den Kopf zut, um ſeine Töͤne aufzufaſſen, während der alte Mann, indem er ihn mit der anderen zurückhielt, mit zitternder Stimme etwas fagte, das Carl nicht verſtand. Indem er ſich alſo ſo liebreich wie möglich von einer Seene losriß, die ſchmerzlich und beunruhigend zu werden an⸗ fing, ſprach der gutmüthige König mit ungewöhnlicher Deutlichkeit, damit der Greis ihn verſtehen könne:„Die⸗ ſer Ort iſt etwas zu öffentlich für alles was wir uns gegenſeitig zu ſagen haben. Aber wenn Sie den König Carl nicht bald zu Whitehall beſuchen, ſo wird er Ihnen den Louis Kerneguy ſchicken, damit Sie ſehen, wie vernuͤnftig er ſeit ſeiner Reiſe geworden iſt.“


