Teil eines Werkes 
14. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 5. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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uten Dienſte, die Sie Unſerm verſtorbenen koͤnigli⸗ den Vater ſowohl, als Uns ſelbſt geleiſtet haben. Carolus Rex.

Lang und feſt ſtarrte Sir Henry auf den Brief, ſo daß es faſt ſchien, als lerne er ihn auswendig. Dann legte er ihn ſorgfaͤltig in ſein Taſchenbuch, und verlangte von Alexis Bericht uͤber ihre Aben⸗ theuer in der vergangenen Nacht. Sie waren bald er⸗ zaͤhlt. Ihr mitternaͤchtlicher Spatziergang durch den Forſt ward bald und ſchnell bewerk ielligt. Als ſie

richt, daß Woodſtock von Soldaten beſetzt ſey, ſo daß ihre Zuruͤckkunft Gefahr, Verdacht und Nachfor⸗ ſchungen veranlaßt haben wuͤrde. Alexis wagte es alſo nicht, ſondern ging in ein benachbartes Haus; wo eine Dame von anerkanntem Royalismus wohnte, deren Gatte Major im Regimente des Sir Henry Lee geweſen, und in der Schlacht von Naſeby gefallen war. Frau Aylmer war ein vernuͤnftiges Franen⸗ limmer, auch hatte die Noth in den gefaͤhrlichen eiten alle Anlagen zur Liſt und zu Intriguen ausge⸗ bildet. Sie ſchickte einen getreuen Diener, welcher um das Jaͤgerhaus zu Woodſtock herumſchlich, und der kaum die Gefangenen entlaſſen und in Sicherheit ſah, und den Aufenthaltsort des Ritters ausgeſpäht hatte, als er auch ſogleich ſeiner Gebieterin die Nach⸗ richt mittheilte, und auf ihren Befehl zu Pferde die Aleris zu ihrem Vater zuruͤckfuͤhrte. Selten ward wohl ein Abendmahl in tieferer Stille gehalten, als von dieſer verlegenen Geſellſchaft da ein Jeder mit ſeinen eigenen Gedanken beſchaͤftigt war, und nicht wußte, wie er die der anderen ergruͤnden ſolle. End⸗ lich kam die Stunde, wo Alexis ſich nach einem ſo ermuͤdeten Tagewerke zur Rube begab. Everard fuͤhrte ſie bis an die Thure ihres Zimmers, und wollte dann Abſchied nehmen, als zu ſeinem Erſtaunen ſein Oheim

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