Teil eines Werkes 
14. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 5. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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fuͤr ſein Geld wohnt und ißt. Everard folgte ihm, phne daß er ihn darum bat, und ohne daß er es er⸗ laubte, aber er verbot es ihm auch nicht.

Das Herz des alten Mannes hatte ſich ihm wie⸗ der zugeneigt, als er erfuhr, wie er ſich bei dem merkwuͤrdigen Zweikampfe bei der Königseiche betra⸗ gen hatte, und als er ſah, daß er eher ein Gegen⸗ ſtand der Feindſchaft als der Gunſt des Protektors war. Aber es regte ſich in ihm noch ein anderes geheimes Gefuͤhl, welches ihn dazu bewog, ſich mit ſeinem Neffen auszuſohnen das Bewußtſeyn, daß Everard mit ihm die große Angſt theile, die er we⸗ gen ſeiner Tochter fuͤhlte, die von ihrer wichtigen und gefaͤhrlichen Ausflucht noch nicht zuruͤck gekehrt war. Er fuͤblte, daß er ſelbſt wahrſcheinlich nicht im Stande waͤre, den Ort zu entdecken, wo Aleris ſeit der letzten Begebenheit ihre Zuflucht genommen oder ihre Befreiung zu bewirken, im Falle ſie einem Feinde in die Haͤnde gefallen ſeyn ſollte. Er wünſch⸗ te, daß Everard ihm ſeine Dienſte zu Nachforſchun⸗ gen nach ihr anbieten moͤchte, aber die Scham ver⸗ hinderte ihn, ſeinen Neffen darum zu bitten; und Everard, der den veraͤnderten Zuſtand des Gemüͤ⸗ thes ſeines Oheims nicht vermuthen konnte, fuͤrch⸗ tete ſich es vorzuſchlagen, oder nur den Namen der Alexis zu nennen.

Schon war die Sonne untergegangen ſie ſa⸗ ßen da, und ſahen ſich ſtillſchweigend an, da hoͤrte man das Stampfen von Pferden, da klopfte es an die Thuͤre da boͤrte man einen leichten Tritt auf der Treppe, und Alexis, der Gegenſtand ihrer Angſt, ſtand vor ihnen. Sie warf ſich freudig in die Arme ihres Vaters, der ſich ſorgfältig umſah, als er ſie fluͤſternd frug:iſt alles ſicher?

Sicher und außer Gefahr wie ich hoffe, er⸗ wiederte Aleris, ich habe ein Zeichen fuͤr Sie.

Dann verweilten ihre Augen auf Everard ſie erroͤthete verlegen und ſchwieg.

W. Seott's Werke. XIV. 9