12²4— anvertraut; dann komme ich mit einer Pumpe und bringe alles an das Tageslicht. Laß Ihn frey und gib ihm Geld, wenn er es braucht. Ich kenne ſeine Schliche; er kann nirgends hingeyen, wo unſer Auge ihn nicht erblickt.— Aber ihr ſeht Euch einander finſter an, als wuͤßtet ihr mehr, als ihr zu ſagen wa 1. 8* hoffe doch, ihr habt den Sir Henry Lee nicht 3 tödet?“ 4
„Nein. Doch iſt der Mann ein anerkannter Ue⸗ belgeſinnter, und,“—
„Ja, aber er iſt auch ein edles Ueberbleibſel des alten engliſchen Adels,„ſagte der General.„Ich wollte ich wuͤßte, wie man ihre Gunſt gewinnen koͤnnte. Aber wir, Pearſon deſſen koͤnigliche Kleidung nur die Ruͤſtung iſt, die wir auf unſerm Koͤrper tragen, und dem der Commandoſtaab zum Scepter dient, wir ſind noch zu neu, um die Ehrfurcht der ſtolzen Uebelgeſinnten zu erwer⸗ ben, die ſich keinem geringern, als einem koͤniglichen
„Stamme unterwerfen wollen. Doch was koͤnnen ſie in der groͤßten koͤniglichen Reihe Europa's ſehen, außer, daß ſie von einem gluͤcklichen Soldaten herſtammt? Es argert mich, daß man einen Mann ehren und ihm dienen ſoll, weil er der Abkoͤmmling eines ſiegreichen Feld⸗ heren iſt, waͤhrend man einem andern minder Ehre und Gehorſam beweißt, der in perſoͤnlichen Eigenſchaf⸗ ten und im Gluͤcke mit dem Gruͤnder der Dynaſtie wett⸗ eifern kann. Gut, Sir Henry lebt, und ſoll fuͤr mich leben. Sein Sohn aber hat den Tod verdient, den er ohne Zweifel auch erlitten hat.“
„Milord,“ ſtammelte Pearſon,„da Ew. Excel⸗ lenz es fuͤr Recht gefunden hat, daß ich bei ſo vielen andern Ihre Beſehle aufhob, ſo hoffe ich, Sie wer⸗ den mich auch deßwegen nicht tadeln. Ich hielt es fuͤr das beſſere, genauere Ordre abzuwarten.“
„Du biſt heute Morgen in einer gewaltig gnaͤdi⸗ gen Laune Pearſon“ ſagte Cromwell nicht ganz miß⸗ vergnuͤgt.
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