123 verhehlen, in der Gegenwart eines wuͤrdigen Solda⸗ ten, deſſen Geiſt iſt gleich meinem Geiſte.“
„Ja, aber,“ unterbrach ihn Robins,“ Du mußt wiſſen, daß Gilbert Pearſon Deine Beſehle nicht voll⸗ kommen ausgeführt hat, hinſichtlich eines Theils die⸗ ſer Uebelgeſinnten, die um die Mittagszeit ſaͤmtlich ſterben ſollten.“ 3
„Welche Hinrichtung,— welche Uebelgeſinnten?“ ſagte Cromwell indem er Meſſer und Gabel nieder⸗ egte.
„Diejenigen, die ſich hier im Gefaͤngniß zu Wood⸗ ſtock befinden,“ antwortete Zerobabel,„und von denen Eure Excellenz befahl, daß ſie um die Mittagsſtunde hingerichtet werden ſollen, da ſie bei einer rebelliſchen Handlung gegen die Republick gefangen genommen wurden.“—
„Elen der!“ ſchrie Cromwell, indem er aufſprang und ſich an Pearſon wandte.„Du haſt doch hof⸗ fentlich den Markham Everard nicht beruͤhrt, an dem keine Schuld zu finden iſt, da er durch den getaͤuſcht wurde, der unſere Botſchaften uͤber⸗ brachte,— Du haſt doch auch eben ſo wenig Dei⸗ ne Hand an den presbyterianiſchen Geiſtlichen ge⸗ legt, wegen deſſen alle Staͤnde uns der Gottesver⸗ geſſenbeit anklagen, und auf ewig unſere Feinde Ker⸗ den wuͤrden?“ 1
„Wenn Euer Excellenz wuͤnſchen, daß ſie leben moͤgen, ſo leben ſie,— ihr Leben und ihr Tod liegt in der Macht eines Wortes,“ ſagte Pearſon.
„Gebe ihnen die Freiheit; ich muß wo möglich die Presbpteriener zu gewinnen ſuchen.“
„Rochecliffe, der ange Raͤnkeſchmied,“ ſagte Pear⸗ ſon,„den hatte ich wohl hinrichten laſſen, aber’“—
„Barbariſcher Mann,“ ſagte Cromwell,„gleich undankbar und unpolitiſch,— willſt Du unſern Lock⸗ vogel zerſtoͤren? Dieſer Doctor iſt nur eine Welle, freilich nur eine geringe, aber doch etwas tiefer, als die Quelle, die ihren geheimen Tribut ſeiner Obhut


