47 ſagte Albert,„und die untergelegten Renner ſtehen nur achtzehn oder zwanzig Meilen weit entfernt. Können Sie die Pferde nur ſo weit tragen“—
„Willſt Du nicht lieber“ unterbrach ihn Aleris, „den vielen erprobten und verborgenen Gaͤngen die⸗ ſes Hauſes trauen— dem Zimmer des Rochecliffe und den noch entlegeneren geheimen Stellen?“
„Ach!“ ſagte Albert,„ich kenne ſie nur dem Na⸗ men nach. Mein Vater ſchwur ſie nur Einem anzu⸗ vertrauen, und er hat Rochecliffe gewaͤhlt.“
„Lieber fliehe ich auf freiem Felde, als mich in irgend einem Schlupfwinkel Englandsizu verkriechen,“ fagte der Koͤnig.„Koͤnnte ich nur den Weg zu jener Huͤtte finden, wo die Pferde ſtehn, dann wollt' ich ſchon verſuchen was Sporn und Peitſche vermoͤgen um ſo bald wie moͤglich an den beſtimmten Ort zu gelangen, wo ich den Sir John Reland und friſche Pferde treffen ſoll. Kommen Sie mit mir Obriſt Les, wir wollen uns darnach umſehn. In den Schlachten haben uns zwar die Rundkopfe geſchlagen; gilt es aber einen Wettlauf oder ein Wettrennen, ſo werde ich doch, glaube ich, Sieger bleiben.“
„Aber alsdann,“ ſagte Albert,„verlieren wir die Zeit, die wir durch die Vertheidigung des Hau⸗ ſes gewinnen koͤnnten— denn auf dieſe Weiſe laſſen
wir niemanden als meinen armen Vater hier, der
außer Stande iſt etwas zu thun; und Sie werden augenblicklich mit friſchen Pferden verfolgt werden, während die Unſerigen unfaͤhig ſind zur weitern Reiſe. Ach, wo iſt denn der Schurke Jocoline?“
„Wo iſt nur Dr. Rochecliffe bingekommen?“ fagte Alexis;—„er, der mit gutem Rathe ſo ſehr bei der Hand iſt— wo mag er hingegangen ſeyn? Ach könnte mein Vater ſich nur ſelbſt ermannen!“
„Dein Vater hat ſich ermannt,“ ſagte Sir Henry, indem er aufſtand und mit der vollen Kraft der Maͤnnlichkeit im Antlitz und Bewegung auf ſie zutrat.—„Ich ſammelte nur meine Gedaulen—


