Teil eines Werkes 
13. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 4. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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Ritter erheben ſah, er, ein Kind aus dem Dorfe wenigſtens war es Hochverrath, aber, meiner Treu, er hat dafüt bezahlen müſſen.

Aber, ach Jocoline, ſagte Phöbe,wie konntet Ihr aber auch nur einen ſo verruchten Mann zu Ra⸗ the ziehen, und ihn an allen Complotten zum Erſchre⸗ cken der Rundköpfe Theil nehmen laſſen?

Warum? Sieh Mädchen, mir kam es bei unſerem erſten Zuſammentreffen gleich vor, als kennte ich ihn, beſonders als Bevis, der hier auferzogen ward, ihn nicht packen wollte.

Als wir ſpäterhin im Jägerhauſe unſere alte Be⸗ kanntſchaft wieder anknüpfen, da fand ich, daß er in enger Verbindung mit Dr. Rochecliffe ſtand, der überzeugt war, daß er ein guter Königlichgeſinnter ſey, und alſo auf einem guten Fuße mit ihm ſtand. Der Doctor rühmt ſich, Vieles durch ihn erfahren zu haben; Gott gebe, daß er nicht auch ſeiner Seits zutrauensvoll gegen ihn war.

Ach Jocoline, rief das Mädchen aus,Du hät⸗ ten ihn nicht in das Thor des Jägerhauſes treten laſſen ollen.

Hätt's auch nicht gethan, wenn ich gewußt hätte, wie ich ihn draußen halten ſollte; aber als er ſo offen in unſere Plane einging, und mir ſagte wie ich mich als Schauſpieler Robinſon anziehen müßte, deſſen Geiſt den Harriſon heimſuchte Gott gebe daß nur kein Geiſt mich heimſucht als er mich lehrte, wie ich mich anſtellen müſſe, um ſeinen geſetzmäßigen Herrn in Schrecken zu ſetzen, was konnte ich da denken, Mäd⸗

chen? Ich hoffe nur, daß der Doctor das größte

Geheimniß vor ihm verborgen ließ. Aber da ſind wir am Jägerhauſe. Gehe in Deine Stube, Mädchen und faſſe Dich. Ich muß den Dr. Rochecliffe aufſu⸗ chen; er ſchwatzt ja immer von ſeiner ſchnellen Geiſtes⸗ gegenwart. Jetzt iſt's Zeit es zu beweiſen.

Phöbe ging alſo in ihr Zimmer; aber die Stärke, welche ihr die Größe der Gefahr lieh, verſchwand mit