wollen, mich ſo nennen zu durfen— wenigſtens ge⸗ wiß als jemand der Ihnen wohl will.“ Everards großmuͤthige Seele ward geruͤhrt— Er
Friff die Hand des Königes und druͤckte ſie au ſeine ippen
„ Ach!“ ſagte er,„wenn beſſere Zeiten kaͤmen— nerbenden Sie ſich zu nichts, theuerer inen e 44 igte der gutmuthige Fuͤrſt, der ſeine Bewegung theilte. 89 uͤberlegen nicht wohl, wenn unſere Gefuͤhle be⸗ wegt ſind. Ich will niemanden zu ſeinem Schaden verleiten, auch ſoll mein hingeſchwundenes Gluͤck kei⸗ nen anderen mit fort reißen, weil er ſo menſchlich iſt meine gegenwaͤrtige Lage zu bemitleiden. Kommen beſſere Zeiten— nun ſo werden wir uns wieder tref⸗
een und hoffentlich zu unſerer beiderſeitiger Zufrieden⸗
beit— wo nicht, wie Ihr zukuͤnftiger Schwiegervater u ſagen pflegt,(ein wohlwollendes Laͤcheln umſchwebte ein Geſicht, und ſtimmte lieblich zu dem feuchten Auge) —„wo nicht, ſo war das ein ſchoͤner Abſchied!“ Everard wandte ſich mit einer tiefen Verbeugung um; denn widerſtrebende Gefuͤhle bewegten ihn noch immer: vorherrſchend war zwar in ſeiner Seele das Bewußtſeyn der Großmuth, mit welcher Carl auf ſeiner eigenen unendlichen Gefahr hin, die Dunkelbeit verſcheucht hatte, die das Gluͤck ſeines Lebens zu ver⸗ finſtern drohte, aber er fuͤhlte auch mit welchen gro⸗ ben Gefahren er jetzt umgeben war. Er kehrte in das Staͤdtlein zuruͤck, begleitet von Wildrake, der ſich ſo oft mit thraͤnenden Angen, mit gen Himmel erhobe⸗ nen Haͤnden umwandte, daß Everard ihn daran er⸗ innern mußte, wie leicht ſeine Bewegungen von je⸗ manden bemerkt und Verdacht erregen koͤnnten.
Auch der Aufmerkſamkeit der Alexis war das großmuͤthige Betragen des Koͤnigs beim Schlaſſe der merkwuͤrdigen Scene nicht entgangen. Verſchwun⸗ den war ploͤtzlich aus ihrem Herzen jede Abneigung gegen Carl wegen ſeines fruͤhern Betragens jeder Verdacht, der mit Recht dadurch rege geworden war,


