Teil eines Werkes 
13. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 4. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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57 Auf einen Ohrwurm ſetzt er ſich, Der bäumt und wehrt ſich fürchterlich, Er duldet' ihn nicht gern auf ſich, — Doch half kein Widerſtreben; Er mußt' nach ſeinem Willen ſtehen, Bald Trab, bald wieder Schritt ihm gehen Noch nie war ſo ein Thier zu ſehen; — Es war ſo voller Leben.

„Mein alter Freund Pixie.“ ſagte Everard, in⸗ dem er auf den Nacken des Pferdes klopfte,„ich freue mich daß er dieſe unruhige Zeit uͤberlebt hat— Pans muß ſchon uͤber zwanzig Jahre alt ſeyn, Sir

enry.“

„ Ueber zwanzig Jahre, gewiß. Ja Neffe Mark⸗ ham, der Krieg iſt ein Wirbelwind in einer Pflan⸗ zung, der nur das Unwertheſte verſchont; der alte Pixie und ſein alter Herr haben manchen Burſchen und manches groͤßere Pferd uͤbertebt, und ſind jetzt ſelbſt nicht viel mehr werth. Doch wie Will ſagt, kann auch das Alter noch etwas leiſten. So leben auch Pixie und ich immer noch.“ Indem er das ſagte, ſvornte er den Pixie wieder an, damit dieſer die Ueberreſte ſeiner Lebenskraft zeigen ſolle..

„Leben immer noch,“ ſagte der junge Schottlaͤn⸗ der, indem er den Sas ergaͤnzte, welchen der gute Ritter unvollendet gelaſſen hatte—„ja ſie leben im⸗ mer noch:

„Mit edler Reiterkunſt die Wolten zu entzücken.“

Everard erroͤrhete; denn er fuͤhlte die Jronie; aber nicht ſo ſein Oheim, doſſen autmuͤthi ꝛe Eitelkeit ihm nie erlaubte, die Aufrichtigkeit eines Compliments zu bezweifeln.

„Meinen Sie,“ ſagte er,„ja zu Koͤniag Jacobs Zeiten, da erſchien ich wohl auch auf der Reitbahn, und da haͤtten Sie ſagen koͤnnen:

„Auch ich— ich ſah den jungen Harry mit dem ſpaniſchen Huthe.“

Aber den alten Harry zu ſehen, ach(der Ritter ſchwieg und ſah aus wie ein ſchuͤchterner Mann, der ein