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44 an ſeiner Seite. Da er ihn nun ſo nah, beſtaͤndig und unausweichlich verfolgte, ſo wurde Carls Stolz und Furcht zu gleicher Zeit rege, und er dachte, daß, wie groß auch die Gefahr eines Zweikampfes ſeyn moͤchte, er doch mit ſeinem ſchlanken Verfolger im Walde beſſer fertig werden wuͤrde, als wenn er ſich einem bewohnten Platze naͤhere, wo jener wahrſcheinlich Freunde und Anhaͤnger hatte.
Schwebend zwiſchen Furcht, Anaſt und Zorn wandte ſich Carl ploͤtzlich gegen ſeinen Verfolger um, als ſie eine ſchmale kleine Allee erreichten, die zu einer kleinen Wieſe fuͤhrte, uͤber welche die Koͤnigseiche hervorragte, deren ausgedehnte Aeſte und rieſenhafter Stamm Stuͤtzpuncte der kleinen wilden Gegend waren.
„Herr,“ ſagte er zu ſeinem Verfolger,„Sie ha⸗ ben ſich ſchon einer Unverſchaͤmtheit gegen mich ſchul⸗ dig gemacht. Sie haben Abbitte gethan; und da ich keinen Grund weiß, woher Sie mich von einem Ge⸗ genſtande ihrer Unhoͤllichkeit unterſcheiden koͤnnten, ſo habe ich Ihre Entſchuldigung ohne weiteres angenom⸗ men. Bleibt noch etwas zwiſchen uns auszumachen uͤbrig, was Sie bewegt, mich auf dieſe Weiſe zu ver⸗ folgen? Wenn das iſt, ſo ſollte es mich freuen, es Ihnen genuͤglich erklaͤren zu koͤnnen. Ich kann Ihnen wohl nichts zu Leide gethan haben; denn ſo viel ich weiß, habe ich Sie fruͤher nicht geſehen. Haben Sie einen guten Grund ſie zu verlangen, ſo bin ich be⸗ reit, Ihnen perſoͤnliche Genugthuung zu geben. Iſt aber Ihre Abſicht nur eine unverſchaͤmte Neugierde, ſo ſage ich Ihnen hiermit, daß ich es nicht dulden werde, daß mir jemand auf meinem Spaziergange auf Schritt und Tritt nachgeht.“ 3
„Wenn ich meinen eigenen Mantel auf den Schul⸗ tern eines andern erkenne,„erwiederte der Fremde trocken“ ſo glaube ich doch wahrhaftig, ein natuͤr⸗ liches Recht zu haben, ihm nachzugehen und zu ſe⸗ hen, was er damit anfaͤngt. Denn Sir, obgleich ich mich in dem geirrt habe, der ihn traͤgt, ſo bin ich
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