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die gewoͤhnliche Weiſe der Bekanntſchaft vereinigt werden. Ihre Liebe war zaͤrtlicher, vertraulicher, zutrauensvoller, auch vielleicht reiner und freier von Aufwallungen leidenſchaftlicher Heftigkeit, oder ah⸗ nungsvoller Eiferſucht. 1
Die Moͤglichkeit, daß jemand es verſuchen ſollte, den Everard aus ihrer Neigung zu verdraͤngen, war ein Gegenſtand, der Alexis nie einfiel; und daß die⸗ ſer ſonderbare, ſchottiſche jjunge Mann, mit dem ſie uͤber ſeine Witze und uͤber den ſie wegen ſeiner Ei⸗ genheiten lachte, ein Gegenſtand der Gefahr ſeyn könnte, kam ihr nie in Gedanken. Die Art der Ver⸗ traulichkeit zu der ſie Kerneguy zuließ, war dieſelbe, mit welcher ſie eine Freundin ihres eigenen Geſchlech⸗ tes gewurdigt haͤtte, deren Betragen ſie nicht immer gut hieß, aber deren Geſellſchaft ſie unterhaltend fand.
Es war natuͤrlich, daß die Ungezwungenheit in dem Betragen der Aleris, welche ihren Grund in der vollkommenſten Gleichgültigkeit hatte, in der Meinung des koͤniglichen Wuͤſtlings fuͤr eine Auf⸗ munterung galt, und daß der Entſchluß den er ge⸗ faßt hatte, die Gaſtfreundſchaft zu Woodſtock nicht zu verletzen, zu ſchwanken anfing, als die Gelegen⸗ heit es zu thun haͤufiger ward.
Dieſe Gelegenheiten wurden durch Alberts Ab⸗ reiſe von Woodſtock gleich nach dem Tage ſeiner An⸗ kunft noch haͤufiger. Man war im großen Rathe mit Carl und Rochecliffe uͤbereingekommen, daß der lunge Lee nach der Grafſchaft Kent reiſen, und ſei⸗ nen Oheim Everard beſuchen ſollte, um durch ſeine Anweſenheit daſelbſt jeden Verdacht von Woodſtock abzuziehen, und den Feinden jeden Vorwand zu ent⸗ reißen, die Familie ſeines Vaters deßwegen zu ſtö⸗ ren, weil ſte jemand beherberge, der noch vor Kur⸗ zem die Waffen gegen die herrſchende Parthei getra⸗ gen batte. Auch hatte er es auf ſeine eigene gro perſonliche Gefahr unternommen, verſchiedene Punk
ſcch der Seeluͤſte in unterſuchen, um ſich von der Si⸗
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