Teil eines Werkes 
13. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 4. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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Rolle anzeigen. Und wenn er auch zuerſt ein wenig ſammert, verdient es denn der alte Verraͤther nicht? Erſtlich wegen ſeiner unroyaliſtiſchen Abſicht, meinen geſalbten Koͤrper mit ſeinen verzweifelten Rappieren braun und blau zu ſchlagen zweitens ſein abſcheuli⸗ cher Complott mit Will Shakespeare, ein Burſche, der eben ſo ſehr außer der Mode iſt, wie er ſelbſt, um mich mit fuͤnf Akten eines hiſtoriſchen Trauer⸗ ſpiels oder einer Chronik tod zu leſen,als welche darſtelltt das jammervolle Leben und den Tod Ri⸗ chard des andern. Alle Welt, mein eigenes Leben iſt jammervoll genug glaube ich; und mein Tod kann ihm wie es ſcheint wohl aͤhnlich werden. Ach, aber! der Bruder mein Freund mein Fuͤhrer mein Waͤchter ſo weit ihn dieſe Intrigue betrifft, duͤrfte es nicht ſehr edel gegen ihn gehandelt ſeyn. Aber Eure raſenden, tobenden racheſchnaubenden Brüder ſtehen nur noch auf der Schaubuͤhne. Die Rache, mit der ein Bruder einen armen Burſchen verfolgt, welcher ſeine Schweſter verfuͤhrte, oder wie es wohl auch moͤglich iſt, von ihr verfuͤhrt wurde, dieſe nach⸗ ſichtsloſe Rache, iſt außer Mode, ſeitdem vor lan⸗ gen Jahren Dorſet den Lord Brure erſchlug. Ach was! wenn ein Koͤnig der Beleidiger iſt, ſo opfert auch der Tapferſte nichts auf, wenn er ſtillſchwei⸗ gend ein kleines Unrecht einſteckt, wofuͤr er ſich nicht perſoͤnlich raͤchen kann. In Frankreich gibt es keine hoch⸗ adeliche Familie, wovon nicht ein jedes Mitglied die